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Döbeln Waldheim: Hartes Wasser schlägt Wellen
Region Döbeln Waldheim: Hartes Wasser schlägt Wellen
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16:47 18.03.2019
Weiches Wasser für die Region Döbeln – nicht nur den Waldheimer Stadtratskandidaten der SPD brennt dieses Thema auf den Nägeln. Quelle: Foto: Archiv/ Wolfgang Sens
Waldheim/Region Döbeln

Weiches Wasser für Waldheim – um das zu bekommen, sollte die Stadt aus dem Wasserverband Döbeln-Oschatz austreten und sich dem Zweckverband Wasser/Abwasser Hainichen (ZWA) anschließen.

Kontakt nach Hainichen

Das mahnt der Waldheimer Andreas Püschel in einem Leserbrief an die DAZ zum Thema hartes Wasser an, dessen sich nun auch die SPD in Waldheim angenommen hat. „Und dann erfährt man von der Kriebsteiner Bürgermeisterin, Frau Maria Euchler vom ,tollen Wasser’, welches in Kriebethal, drei Kilometer von Waldheim anliegt und die Aussage vom ZWA-Chef, Ulrich Pötzsch: ,Die Stadt Waldheim könnten wir mitversorgen’. Das müsste doch den Bürgermeister der Stadt Waldheim dazu veranlassen, mit dem Zweckverband Hainichen Kontakt aufzunehmen, mit dem Ziel, sofortiger Ausstieg aus dem Wasserverband Döbeln-Oschatz und Eintritt in den Zweckverband Wasser Hainichen! Ob es am politischen Willen liegt, wird sich zeigen?“, schreibt Andreas Püschel. Der ZWA bezieht seine Rohrperle überwiegend aus Talsperren im Erzgebirge. Da ist weniger Kalk und auch weniger Nitrat drin, als im Wasser, das derzeit in Waldheim aus den Hähnen sprudelt. Das kommt aus der Jahna-Aue bei Ostrau.

Nicht jeder kann sich Enthärtungsanlage leisten

Andreas Püschel begrüßt es, dass die Waldheimer SPD-Stadtratskandidaten René Michael Röder, Jens Kademann und Antje Winkler gegen das Kalkwasser kämpfen. „Es kann sich nicht jeder Hauseigentümer eine 2 500 Euro teure Wasserenthärtungsanlage leisten, welche durch einen Fachmann einbaut und in der Folge auch regelmäßig gewartet werden muss!“

93 Prozent für Talsperrenwasser

So sehen es auch viele Facebook-Nutzer, die den Artikel der DAZ zu diesem Thema kommentieren. Aus der ganzen Region Döbeln stammen die Kommentare im sozialen Netzwerk, die das hiesige Wasser als „Katastrophe“ und „Dreckbrühe“ bezeichnen und sich über den hohen Kalkgehalt beklagen. Manch einer berichtet, dass er zum Kaffeekochen stilles Wasser aus dem Supermarkt nimmt. Bei einer nicht repräsentativen Umfrage der DAZ im Internet sprechen sich 93 Prozent der Teilnehmer dafür aus, das Wasser für Waldheim aus Talsperren zu beziehen.

Verband auch am Thema dran

„Und wie soll ich das hierherbekommen? Vielleicht in Eimern tragen?“, fragt Stephan Baillieu, Geschäftsführer Wasserverband Döbeln-Oschatz, rhetorisch. Gleichwohl bestätigt er, dass auch der Verband die Themen Kalk und Nitrat im Trinkwasser auf dem Zettel hat. Noch in dieser Woche will der Verband dazu genauer informieren.

Stalagmiten im Wasserkocher

Zum Thema hartes Wasser hat die DAZ jetzt eine Leserfoto-Aktion ins Leben gerufen. Wir wollen sehen, wie verkalkt die Region Döbeln wirklich ist. Dreimal nicht geputzt und schon sieht das Bad aus, wie eine Tropfsteinhöhle? Am Wasserkocher bilden sich Stalagmiten? Wenn Sie mit einer Veröffentlichung einverstanden sind, dann schicken Sie uns ihre Fotos zum Thema kalkhaltiges Wasser. Egal, ob verkrustete Armaturen, Lochfraß in der Waschmaschine, die weiße Pest im Kachelsaal – senden Sie die Bilder an: daz.aktion@lvz.de oder Döbelner Allgemeine Zeitung, Obermarkt 8, 04720 Döbeln. Stichwort: Kalk.

Von Dirk Wurzel

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