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Döbeln Waldheim: „Krummer Hund“ muss warten
Region Döbeln Waldheim: „Krummer Hund“ muss warten
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17:42 09.05.2019
Weil das Fördergeld fehlt, kann Waldheim die Lindenhofbrücke vorerst nicht sanieren. Quelle: Archiv/Wolfgang Sens
Waldheim

Ein Brandschutzthema beschäftigt die Waldheimer Stadträte auf ihrer letzten Sitzung vor der Wahl. Es geht ums Löschwasser, beziehungsweise die Versorgung damit. Die Stadt hat die Lage vom Fachbüro Sikona analysieren lassen und stellt die Ergebnisse nun in öffentlicher Sitzung vor. „Das ist ein Thema, das uns schon viele Jahre beschäftigt“, sagt Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) über die Löschwasseranalyse. „Wir werden nun eine Prioritätenliste aufstellen müssen, was wir kurz, -mittel -und langfristig in Angriff nehmen.“ Rund eine halbe Million Euro, aufgeteilt auf die nächsten zehn Jahre, soll es voraussichtlich kosten, die Versorgung mit Löschwasser flächendeckend sicherzustellen. „Das ist schon eine große Zahl“, sagt Steffen Ernst.

Kameraden helfen Planern

Die Mitarbeiter von Sikona haben, verkürzt dargestellt, Kreise mit 300 Metern Radius über das Waldheimer Stadt- und Gemeindegebiet gelegt. Immer um eine Löschwasserstelle herum. Problematisch wird es, wenn innerhalb dieses Radius die nächste Versorgung mit Löschwasser fehlt, ganz gleich, ob Zisterne, Hydrant oder Feuerlöschteich. Dabei haben die Kameraden der Waldheimer Feuerwehren die Brandschutzbedarfsplaner von Sikona mit Rat und Tat unterstützt.

„Dabei sind einige weiße Flecken aufgefallen“, sagt der Bürgermeister, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Als Beispiele nennt er Neumilkau und Schönberg. Keine Probleme mit dem Löschwasser wird es dagegen im neuen Baugebiet „Sonnenhufe II“ geben. Dort ist die Versorgung gleich mit eingeplant.

Eisenbahner hoffen auf Sanierung

Die „Krummer Hund“ genannte Lindenhofbrücke der Kleinbahn Waldheim-Kriebethal beschäftigt die Stadträte auch auf ihrer nächsten Sitzung. „Die Sanierung dieser Brücke können wir gerade nicht leisten“, sagt Bürgermeister Ernst. Darum soll der Stadtrat nun beschließen, die dafür bereits im Haushalt eingeplanten Mittel für den Straßenunterhalt auszugeben und diese im Haushalt für 2020/21 entsprechend einzuplanen. Es geht laut im Internet veröffentlichter Beschlussvorlage um rund 85 000 Euro. Den Waldheimer Eisenbahnfreunden, die mit einem neuen Verein unter dem Namen Rauschenthalbahn durchstarten, ist aber der „Krumme Hund“ sehr wichtig. Sie hoffen auf eine Sanierung der wichtigen Brücke. Denn dadurch können die Züge der Kleinbahn bis zur Schillerhöhe fahren. Aktuell pendeln sie zwischen zwei Brücken: Dem „Krummen Hund“ und der Brücke in Kriebethal, über die derzeit nur Fußgänger und Radfahrer gelangen.

264 000 Euro hatte die Stadt für die Sanierung der Lindenhofbrücke eingeplant, davon der Eigenanteil. Da es für das Gesamtbauwerk kein Fördergeld gibt, will die Stadt nun den Eigenanteil in den Straßenunterhalt stecken.

Der öffentliche Teil der Ratssitzung beginnt am Donnerstag, 16. Mai, um 17 Uhr im Rathaus Waldheim.

Von Dirk Wurzel

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