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Döbeln Waldheim digitalisiert Gremienarbeit
Region Döbeln Waldheim digitalisiert Gremienarbeit
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17:02 18.12.2017
Im kommenden Jahr soll im Waldheimer Rathaus digitaler gearbeitet werden. Quelle: Dirk Wurzel
Waldheim

Innerhalb der ersten Hälfte des kommenden Jahres digitalisiert Waldheim die Arbeit in den einzelnen Gremien vom Verwaltungsausschuss bis zum Stadtrat. Damit soll einiges an Papierkram zugunsten einer bewährten App für Smartphones und Tablet-PCs wegfallen. Die Kommunalparlamentarier sprachen sich auf ihrer jüngsten Sitzung mit überwältigender Mehrheit dafür aus.

App statt Papierberge

„Die für die Beratung erforderlichen Unterlagen werden den Mitgliedern des Stadtrates unter Nutzung der Dipolis-App künftig ausschließlich in elektronischer Form zur Verfügung gestellt“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage. Die Geschäftsordnung lasse diesen Verfahrensweg zu. „Ein ähnliches Programm haben wir seit diesem Jahr im Kreistag im Einsatz“, berichtete Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). „Am Ende ist es eine Menge Papier, die man spart und man kann während der Sitzung auf alle Unterlagen zurückgreifen.“ Neben der bequemen Bedienung mit umfangreichen Recherchefunktionen im Archiv bis hin zu persönlichen Anmerkungen wird zudem der Zeitaufwand für das Kopieren, den Versand und die Zustellung minimiert. Datenschutzrechtlichen Vorgaben wird weiterhin Folge geleistet, da sich im Hintergrund nichts am Ablageort – den Servern der Firma More Rubin, die auch hinter dem bisherigen Ratsinformationssystem steckt – ändert. „In der Verwaltung wird der Papierverbrauch gesenkt, Zustell- und Druckkosten werden eingespart und Arbeitsabläufe können optimiert werden“, steht in der Beschlussvorlage zur Begründung. „Demgegenüberkönnen Stadträte ihr Unterlagen schnell, sicher und übersichtlich selbst verwalten.“

2.500 Euro Lizenzkosten

„Und was kostet dieser Luxus den Steuerzahler?“, wollte Reinhard Otto (NPD) wissen. „Es fallen einmalig 2.500 Euro für die Lizenz und circa 700 Euro an Folgekosten pro Jahr an“, erläuterte Kämmerin Barbara Wesler daraufhin. Die einmalige Zahlung richtet sich dabei nach Waldheims Einwohnerzahl, die derzeit bei etwa 9.000 liegt. „Ich denke, wir können dadurch langfristig sparen. Der genaue Endpreis hängt davon ab, für welches Gerät wir uns entscheiden“, führte das Stadtoberhaupt an. Die Stadtverwaltung wird nämlich noch einen Vorschlag für die Ausstattung der Stadträte mit entsprechenden Tablet-PCs erarbeiten. „Ob zum Nulltarif oder gegen eine monatliche Grundgebühr müssen wir sehen“, erklärte Ernst. „Dann müssen wir mit einem weiteren Beschluss genau definieren, was bereitgestellt wird und was nicht“, so Wesler. Eine sogenannte Mischvariante – also dass die Stadträte jeweils entweder auf ein eigenes oder gestelltes Gerät zurückgreifen oder weiterhin auf Papier setzen – sei denkbar.

Langfristige Effekte

„Die CDU-Fraktion positioniert sich grundsätzlich positiv. Es ist eine große Herausforderung, aber die langfristigen Effekte liegen auf der Hand“, betonte Kathrin Schneider.

Von André Pitz

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