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Döbeln Waldheimer Kirche wird zur Großbaustelle
Region Döbeln Waldheimer Kirche wird zur Großbaustelle
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14:01 24.01.2020
Derzeit erklingt in der Waldheimer Kirche nur die kleine Truhenorgel, denn der Großen fehlen die Pfeifen. Und jetzt geht es auch mit der Sanierung des Kircheninneren weiter, worüber sich Pfarrer Reinhald Richber (v.l.), Ines Graeber, Reiner Berkoben und Veronika Bellmann sehr freuen. Quelle: Dirk Wurzel
Waldheim

Nur noch eine leere Hülle ist die Kreutzbach-Orgel in der Waldheimer Kirche. Die Pfeifen sind ausgebaut, liegen beim Orgelbauer Rühle in Moritzburg oder bei Privatleuten. Denn zum Weihnachtsmarkt versteigerte der Förderverein zur Sanierung der Stadtkirche alte Pfeifen und brachte so 1.800 Euro zusammen, wie Ines Graeber, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, am Donnerstag in der Kirche berichtete. Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (CDU) hatte die Kirche besucht, um mal zu schauen, was mit dem Fördergeld so alles gemacht wird, für dass sie sich auch mit eingesetzt hat. So schaffte sie es, das Fördergeld aus Berlin nach Waldheim floss, mit dem die Sanierung der Orgel nun auch bezahlt wird.

120.000 Euro aus der Denkmalpflege

Aber was nützt eine schöne Orgel, wenn das Umfeld auch dringend eine Frischekur benötigt? „Erst die Orgel bauen, dann Kirche, das geht doch nicht“, fasst die Bundestagsabgeordnete das Fazit aus Gesprächen mit dem Landesdenkmalamt zusammen. So hat sie den Antrag auf Fördergeld beim Freistaat begleitet. So fließen jetzt aus dem Landesprogramm Denkmalpflege 120.000 Euro nach Waldheim. Kirchenvorstand und Förderverein sind heilfroh, die Kirche jetzt auch innen wieder auf Vordermann bringen zu können – in einem Atemzug mit der Orgelsanierung. „So ein großes Stück auf einen Ritt hätten wir nicht geschafft“, sagt Ines Graber.

Glänzen im Klassizismus

Passiert ist auch schon was. „Wir haben die Heizkörper vor den Kassetten im Altarraum abgenommen“, sagt Kirchenvorstand Reiner Berkoben. Das war eine Bausünde der 1990er Jahre, aber damals notwendig. Nun bauen die Heizungsbauer eine Kollektoren-Heizung im Fußboden ein – allerdings nur im Altarraum. Im Kirchenschiff stehen Bänke mit Sitzheizung, die solle auch bleiben. „Bei den folgenden Arbeiten geht es vor allem um die malerische Instandsetzung, da wird auch die Vergoldung wieder in Ordnung gebracht“, erläutert Reiner Berkoben. Einfach frische Farbe draufstreichen – das ist zu kurz gegriffen, um die anstehenden Arbeiten zu beschreiben. Zwischen 1829 und 1842 wurde die Waldheimer Stadtkirche gebaut. „Wir wollen diese Fassung wiederherstellen“, sagt der Kirchenvorstand. Das Waldheimer Gotteshaus soll wieder glänzen im schlichten Klassizismus.

Abschluss noch 2020

Ein weiterer wichtiger Grund, die lange geplante Innensanierung der Kirche jetzt zu machen, liegt am Orgelbau. Wenn die Arbeiten am Kreutzbach-Instrument abgeschlossen sind, verbieten sich danach staubintensive Arbeiten aus technischen Gründen. Bis zu 30 Jahren hätte die Gemeinde warten müssen, bis sie den Innenausbau hätte in Angriff nehmen können. Der soll nun bald beginnen und noch in diesem Jahr abgeschlossen sein.

Von Dirk Wurzel

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