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Döbeln Meinsberger Institut kooperiert mit chinesischer Uni
Region Döbeln Meinsberger Institut kooperiert mit chinesischer Uni
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12:24 26.03.2019
Besiegeln die Zusammenarbeit: Prof. Yi Xu von der Universität Chongqing und Prof. Michael Mertig, Leiter des Kurt-Schwabe-Instituts Meinsberg. Quelle: SMUL
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Meinsberg/Chongqing

Die Meinsberger Sensorexperten sind jetzt auch in China aktiv. Prof. Michael Mertig, der Leiter des Kurt-Schwabe-Instituts (KSI), begleitete eine sächsische Delegation um Umweltminister Thomas Schmidt (CDU). In Chongqing unterschrieb Prof. Mertig für das KSI eine Kooperationsvereinbarung mit der dortigen Universität. Das KSI und das National Center for International Research of Micro/Nano-System and New Material Technology der Universität Chongqing wollen gemeinsam Sensoren für die Messung von Schadstoffen im Wasser entwickeln.

Schwermetalle im Blick

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines mobilen Monitoring-Systems für die kontinuierliche Überwachung von Schwermetallen und Krankheitserregern in der Umwelt. Die Systeme werden eingesetzt, um die Wasserqualität vor Ort, schnell und online zu kontrollieren. So werden sie ein zügiges Eingreifen ermöglichen, das weitere Einträge vermeiden hilft - und damit auch weitere Verschmutzungen des Wassers.

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Sachsen hat innovatives Potenzial

„Der Schutz des Grundwassers, aber auch der Flüsse und Meere, liegt im gemeinsamen Interesse von Chongqing und dem Freistaat Sachsen“, sagte Staatsminister Schmidt. „Ich freue mich, dass diese Kooperation unter dem Dach unseres ,simul+InnovationHub’ mit unseren chinesischen Partnern geschlossen werden konnte. Dies zeigt einmal mehr, dass es in Sachsen viel innovatives Potenzial gibt, das sogar international gehoben wird.“

Grundstein vor anderthalb Jahren gelegt

Prof. Mertig freut sich auf eine spannende und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den chinesischen Forscher-Kollegen. „Der Grundstein für die gemeinsame Forschung wurde vor anderthalb Jahren gelegt – jetzt können wir mit der praktischen Forschung beginnen“, sagt Prof. Mertig. Er ist sich sicher, dass beide Seiten von der Kooperation profitieren werden. Während der letzten Delegationsreise unter der Leitung von Staatsminister Schmidt im November 2017 nach China war das beiderseitige Interesse an der am Montag geschlossenen Partnerschaft entstanden.

Gute Basis für Zusammenarbeit

An der Universität begrüßte deren Vizepräsidentin Ju Ming die Delegation aus Sachsen. Sowohl der Freistaat als auch die Region Chongqing sind geprägt von der Automobilindustrie und der Mikroelektronik. „Wir haben in Sachsen in den vergangenen 30 Jahren viel im Bereich der Umwelt erreicht. Die Stärke des Freistaates liegt darin, die komplexen Herausforderungen ganzheitlich anzugehen. Wir haben eine sehr dichte Forschungslandschaft, wir haben Planungs- und Managementunternehmen sowie viele flexible kleine und mittelständische Unternehmen, die Projekte umsetzen können“, sagte Staatsminister Schmidt. „Das ist eine gute Basis für eine Zusammenarbeit mit unseren chinesischen Partnern.“

Von DAZ

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