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Döbeln Walther erzielt Umsatzrekord in Waldheim
Region Döbeln Walther erzielt Umsatzrekord in Waldheim
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17:30 08.01.2018
Bei der Walther Nutzfahrzeugbau GmbH in Waldheim läuft das Geschäft gut.
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Waldheim

„Wir blicken auf ein Jahr zurück, in dem wir den meisten Umsatz der Firmengeschichte generiert haben“, sagt Andreas Schramm, Geschäftsführer der Walther Nutzfahrzeugbau GmbH. Unterm Strich stehen 13 Millionen Euro – rund drei Prozent mehr als im Vorjahr. Wachstum bescheren dem Waldheimer Unternehmen viele Neukunden, darunter nun auch die Drogeriemarktkette Rossmann.

Gefüllte Auftragsbücher bis Mai

Mit der kamen die Waldheimer zum Nutzfahrzeug-Ableger der Internationalen Automobil-Ausstellung in Hannover ins Gespräch und konnten später in der Ausschreibung des Großauftrages überzeugen. „In dieser Sparte müssen immer und sehr viele Produkte gefahren werden“, weiß Schramm. Auch die Lebensmittelindustrie werde in Zukunft für Walther eine größere Rolle spielen, da auch in dieser Sparte immer mehr über die Straße rollt. „Im reinen Speditionsgeschäft ist die Entwicklung stabil, aber nicht mehr im großen Wachstum.“ Auch Autovermietungen wie Europcar oder Charterway lassen in Waldheim die Fahrgestelle ihren Vorstellungen anpassen. Bis zu 1 000 nach Kundenwünschen präparierte Fahrzeuge – vom Transporter bis zum 40 Tonnen schweren Gliederzug – rollen pro Jahr vom Firmengelände an der Landsberger Straße. Und so geht es auch weiter. „Wir haben bereits einen relativ großen Auftragsbestand, der im Bereich Fahrzeugbau schon bis Mai reicht“, zeigt sich Schramm zufrieden.

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Geplante Erweiterung im Gewerbegebiet

„Wenn man so viele Fahrzeuge im Jahr baut wie wir, muss man auch einen gewissen Vorlauf schaffen. Deswegen wird es bei uns zurzeit eng“, sagt Schramm. Die Stadt räumte dem Unternehmen mit Zustimmung des Stadtrates deshalb noch vor dem Jahreswechsel eine Kaufoption bis Ende 2019 auf zwei Flurstücke mit einer Gesamtfläche von insgesamt und 8.000 Quadratmetern im Gewerbegebiet an der Landsberger Straße ein (die DAZ berichtete). Aktuell laufen noch Gespräche mit den Grundstücksnachbarn. Mit dem möchte Schramm Land tauschen, um ein einheitliches Betriebsgelände zu schaffen. Bis spätestens Ende des Jahres rechnet er mit einer Lösung. „Was genau dann geplant ist, kann ich heute noch nicht sagen.“ Eine neue Produktionshalle sei möglich.

Standort schlecht angebunden

Damit soll auch die aktuell rund 100 Mitarbeiter starke Belegschaft weiter wachsen. „Wir sind jetzt schon auf der Suche nach Arbeitskräften, aber das ist in der Region sehr schwierig“, bemängelt der Geschäftsführer. Das liege unter anderem an der vergleichbar schlechten Anbindung des Standortes. „Wir befinden uns im Dreieck aus Chemnitz, Leipzig und Dresden quasi im Niemandsland“, erläutert Schramm. Potenzielle Bewerber, die nicht in der Region wohnen, würden sich eher in Richtung Großstadt orientieren. An einen Wegzug denkt Schramm jedoch nicht: „Ziel ist, das Unternehmen in Waldheim weiterzuführen.“ Fraglich ist jedoch, ob Walther im Gewerbegebiet an der Landsberger Straße weiter wachsen kann. „Sollte das mit den Flächen nicht gelingen, müssten wir uns umschauen. Dann würde ich das Wachstum in Waldheim nicht mehr favorisieren“, bedauert Schramm.

Von André Pitz

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