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Döbeln Warnstreik legt Busverkehr im Raum Döbeln lahm
Region Döbeln Warnstreik legt Busverkehr im Raum Döbeln lahm
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15:31 25.04.2019
Der Warnstreik legte den Busverkehr im Raum Döbeln auf Eis. (Symbolbild) Quelle: dpa
Döbeln

Am Donnerstag wurde seit 2 Uhr morgens der gesamte regionale Linienverkehr im Raum Döbeln für 24 Stunden auf Eis gelegt. Grund dafür ist der Warnstreik der Busfahrer von der mittelsächsischen Verkehrsgesellschaft Regiobus Mittelsachsen GmbH. Auch in neun weiteren sächsischen Betrieben hat die Gewerkschaft Verdi zum Warnstreik aufgerufen, um ein deutliches Zeichen vor den nächsten Tarifverhandlungen am 30. April zu setzen.

Arbeitnehmer fordern Tarifanpassung

Ziel der Verhandlung ist die Tarifanpassung der Stundenlöhne von 12,30 Euro auf 15,66 Euro, wie es in den Nachbarbundesländern Thüringen und Sachsen-Anhalt längst der Fall ist. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit lautet die Parole der Arbeitnehmer. Wie der Gewerkschaftssekretär Sven Vogel mitteilt, beteiligten sich in Döbeln alle am Donnerstag diensthabenden Busfahrer an der Streikversammlung vor dem Betriebshof in Ebersbach entsprechend ihren jeweiligen Dienstzeiten. Zeitweise seien etwa 20 Arbeitnehmer auf einmal anwesend gewesen. Als weitere Forderung steht eine höhere Auszubildendenvergütung von 250 Euro mehr im Monat auf dem Plan. Der Arbeitgeber Regiobus Mittelsachsen GmbH hat in der letzten Tarifverhandlung vom 12. April ein Angebot der Tariferhöhung um jeweils drei Prozent in den ersten beiden Jahren und nochmals zwei Prozent im dritten Jahr unterbreitet. Zur Auszubildendenvergütung kam kein neues Angebot. „Drei Prozent im Jahr von wenig ist immer noch wenig“, kommentiert Vogel.

Weitere Streiks abhängig vom Verhandlungsausgang

In Döbeln ruft der Streik stellenweise Unverständnis bei den Busreisenden hervor. Eine Anwohnerin, die lieber anonym bleiben möchte, äußerte sich zum Streik: „Das ist ein großer Schlamassel, wie soll ich heute nur zur Arbeit kommen?“ Laut Vogel sei es nicht beabsichtigt, die Fahrgäste zu strafen. In Abstimmung mit allen Kollegen habe man den Termin für den Streik bewusst in die Ferienzeit verlegt, um wenigstens die Schülerbeförderung nicht zu gefährden. Ob weitere Streiks in nächster Zeit anstehen, hängt vom Ausgang der nächsten Tarifverhandlung ab.

Von Martin Lange

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