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Döbeln Wasserschaden: Roßweiner Sporthalle braucht neuen Fußboden
Region Döbeln Wasserschaden: Roßweiner Sporthalle braucht neuen Fußboden
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16:31 26.04.2019
Der Hallenboden in Roßweins vor drei Jahren in Betrieb genommener Stadtsporthalle muss komplett erneuert werden. Ein Wasserschaden ist dafür verantwortlich. Quelle: Sven Bartsch
Rosswein

Der Hallenboden in Roßweins neu gebauter Stadtsporthalle muss raus, und zwar komplett: Nachdem die Stadt verschiedene Gutachten in Auftrag gegeben hat, ist ihre schlimmstmögliche Annahme bestätigt worden. Der Wasserschaden, der durch ein offenbar nicht richtig verpresstes Wasserrohr zustande gekommen ist, hat die Unterkonstruktion des flächenelastischen Sportbodens derart geschädigt, dass diese vollkommen verzogen ist. Da schwingt also nicht mehr viel. Die Trocknungsversuche, die unternommen worden waren, als man das Wasser ins der Halle registrierte, brachten nichts: Zirka 1 100 Quadratmeter Hallenboden müssen ausgetauscht werden, etwa 200 Meter neue Wandanschlussleisten sind erforderlich und zu guter Letzt müssen auch die rund 2.100 Meter Spielfeldmarkierung neu aufgebracht werden. Das kostet – Zeit und Geld.

Bürgermeister informiert hinter verschlossenen Türen

Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) informierte seine Stadträte am Donnerstagabend zur Ratssitzung im nichtöffentlichen Teil darüber. Schulleiter Thomas Winter hatte bereits im öffentlichen Teil nachgefragt, wie denn nun der Stand der Dinge sei, und war auf den Teil unter Ausschluss der Öffentlichkeit vertröstet worden.

Da erfuhr der Schulleiter dann wahrscheinlich auch, was aufgrund der nun vorliegenden Gutachter-Ergebnisse unausweichlich ist: Die Halle ist für einen gewissen Zeitraum nicht nutzbar. Weder für den Schulsport, noch für die Vereine. Gelegen kommt da, dass das Wetter jetzt die Möglichkeit bietet, dass die Schüler bis zu den Sommerferien im Freien, sprich auf dem Sportplatz ihren Unterricht nehmen können.

Handballer trainieren im Freien

Und die Handballer? Die bestreiten jetzt am Wochenende ihre letzten Heimspiele für diese Saison und trainieren dann im Freien weiter. Und sie planen für den Beginn der nächsten Saison erst einmal nur mit Auswärtsspielen. Schließlich wisse man ja nicht, wie schnell die erforderliche Baumaßnahme in der Sporthalle tatsächlich umgesetzt werden kann, sagt Jürgen Krondorf, Chef der Roßweiner Handballer. „Wir können nur abwarten und guter Hoffnung bleiben, dass bis September alles fertig ist“, meint er. Davon ausgehen aber könne man nicht und da er schon jetzt die Meldungen für die nächste Saison für seine Mannschaften abgeben muss, gehe man erst einmal davon aus, keine Heimspielhalle zur Verfügung zu haben.

Dieses Vorgehen macht durchaus Sinn. Zwar soll nach Pfingsten die Halle leergeräumt werden – das Mobiliar muss raus und wird in der alten Stadtsporthalle eingelagert. Und auch die Firma, die den Hallenboden ursprünglich verlegt hatte, signalisierte Bereitschaft, für ein zweites Mal und das auch noch im in Frage kommenden Zeitraum zur Verfügung zu stehen. Was noch nicht klar ist: „Wer den Rückbau des alten Hallenbodens übernimmt“, sagt Roßweins Bauamtsleiter Dirk Mehler. „Dafür haben wir aktuell noch keine Firma gefunden.“

Kostenüberschlag steht noch aus

Noch nicht klar ist auch, was die aufwendige Maßnahme kosten wird. „Der Kostenüberschlag muss erst noch gemacht werden“, so Dirk Mehler. Doch egal wie hoch die Rechnung wird – irgendwer muss sie zahlen. „Im Augenblick zahlt das die städtische Gebäudeversicherung“, so der Bauamtsleiter.

Eine ganze Zeit lang war vermutet worden, dass es sich bei der Nässe in der erst 2016 eröffneten Sporthalle um Restfeuchte handelt, die noch von der Errichtung des Baukörpers herrührt. Da aber bestimmte Stellen immer feuchter wurden, untersuchte eine Spezialfirma die Angelegenheit und wurde im Januar fündig. Ein bei der Installation nicht richtig verpresstes Warmwasserrohr hinter einer Vorwand in der Besuchertoilette war offensichtlich die Quelle der zunehmenden Nässe im Gebäude. Wenn Wasser auf der Bodenplatte entlang läuft, dann verteilt sich das bis in den letzten Winkel.

Von Manuela Engelmann-Bunk

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