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Döbeln Weihnachtsausstellung in Döbeln: Kleine Züge ganz groß
Region Döbeln Weihnachtsausstellung in Döbeln: Kleine Züge ganz groß
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10:36 24.11.2016
Liebevoll packt Jörg Ahner seine Loks und Züge für seine definitiv letzte Ausstellung aus. Nach der Weihnachtsausstellung im Döbelner Stadtmuseum will er aufhören. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Zweimal hat Spielzeugsammler Jörg Ahner aus Leipzig im Döbelner Stadtmuseum Besucherrekorde gebrochen. „Wartburg, Sandmann, Eisenbahn – Spielzeug aus vier Jahrzehnten DDR“ hieß die Weihnachtsausstellung von Ende November 2012 bis März 2013 im Stadtmuseum. Fast 1000 zahlende Besucher sahen sich die Schau an. Auch zur Weihnachtszeit im Jahr 2010/11 war die Ausstellung: „Damit habe ich gespielt“ mit elektromechanischem Spielzeug aus drei Jahrzehnten DDR-Zeit ein absoluter Publikumsmagnet. Jetzt hat das Stadtmuseum den 69-jährigen Sammler wieder eingeladen. Für ihn wird es die 56. Ausstellung seit 2000 und die 15. Weihnachtsausstellung sein. „Döbeln wird ein krönender Abschluss. Danach ist Schluss“, sagt er lächelnd. Mit bald 70 Jahren möchte er künftig nicht mehr zwei dutzend Bananenkisten mit den sorgfältig verpackten, archivierten und dokumentierten Sammlerstücken vier Etagen seiner Grünauer Neubauwohnung herunter und wieder herauf schleppen. Stattdessen wird der Sammler und Spielzeugfachmann jetzt zwei Bücher schreiben. Die Sammlungen wird er verkaufen.

Zuvor hat er aber diese Woche seine letzte Weihnachtsausstellung in Döbeln im Stadtmuseum aufgebaut. „Kleine Bahn – ganz groß“ heißt die neue Schau. „Die Geschichte der Eisenbahn in Spur HO – von 1835 bis heute“ will Jörg Ahner den großen und kleinen Besuchern zur Weihnachtszeit nahe bringen.

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500 Exponate und für die Kinder eine Modellbahnanlage zum Anfassen hat er mitgebracht. Die Adler-Lok ist darunter, die 1835 den Beginn der Eisenbahngeschichte in Döbeln dokumentiert. Zu sehen ist auch das Modell des ICE 1, der von der deutschen Industrie 1993 auf Amerika-Tournee geschickt wurde, weil ein Schnellbahnnetz amerikanische Städte verbinden sollte. Der Großauftrag ging damals allerdings an ein anderes Konsortium. Zu jedem seiner Stücke könnte Jörg Ahner ausführliche Geschichten erzählen. Als Sonderschau hat er noch seine Traktorensammlung des tschechischen Blechspielzeugherstellers Kovap mitgebracht. Die Traktoren der 50-er Jahre wie Lanz, Porsche, Hanomag oder Zetur samt funktionierender Mechanik und Anbaugeräten haben es dem Sammler angetan.

Am Sonntag, dem ersten Advent, ab 14 Uhr, wird die Ausstellung eröffnet, samt Eisenbahnbastelwerkstatt für Kinder und Museumscafé. Der Erich-Heckel-Freundeskreis sorgt für die Bewirtung. Anja Fischer (Fagott) und Almut Voigt (Cello), aus Leipzig sorgen für Kaffeehausmusik.

Von Thomas Sparrer

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