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Döbeln Weltpremiere in Roßwein: Bebel-Cache für digitale Schnitzeljagd freigeschaltet
Region Döbeln Weltpremiere in Roßwein: Bebel-Cache für digitale Schnitzeljagd freigeschaltet
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16:34 13.08.2019
Der Beweis: Gerade mal eine halbe Stunde, nachdem der Bebel-Cache freigeschaltet wurde, registrierte sich der erste Finder im Logbuch. Stefan Kraft, im Hintergrund, schrieb sich dann als Zweiter ein. Quelle: Gerhard Dörner
Rosswein

Geocaching ist eine moderne Form des Wanderns. Der Spaßfaktor ist dabei recht hoch, weil eine Schatzsuche damit verbunden ist. Weltweit gibt es an die 25 Millionen Geocacher – Tendenz steigend. Das liegt auch daran, dass immer neue Caches – zu Deutsch Verstecke – hinzukommen. Es sind mittlerweile mehr als drei Millionen auf der ganzen Welt. Seit Dienstag gibt es ein neues Versteck in Roßwein, mit einer Weltpremiere. Um 8 Uhr wurde der allererste August-Bebel-Cache freigeschaltet.

Erster Finder nach halber Stunde

Das Versteck befindet sich in der Nähe des August-Bebel-Gedenksteins an der Haßlauer Straße. Nicht direkt daneben, so einfach soll es dann doch nicht sein. Nach dem Freischalten am Morgen war aber gerade mal eine halbe Stunde vergangen, da meldete sich schon der erste Finder und trug sich ins Logbuch ein.

„Mit dem Bebel-Cache wollen wir die Erinnerung an August Bebel und seine Rede hier bei uns in Roßwein aufrechterhalten“, erklärte Henning Homann, Döbelner Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD Mittelsachsen. Im August 1866 hatte der Arbeiterführer Bebel im kleinen Saal der Gaststätte „Goldene Höhe“, die heute nicht mehr existiert, seine Rede gehalten. Am 13. August jährt sich zudem sein Todestag, in diesem Jahr zum 106. Mal. Dort wo sich die Gaststätte früher befand, steht heute der Gedenkstein. An dem treffen sich wenigstens einmal im Jahr Sozialdemokraten aus Roßwein und Umgebung, um Blumen niederzulegen und August Bebel zu gedenken. So auch am Mittwochmorgen.

Die Idee, aus der Goldene Höhe mit dem Bebel-Stein eine Geocaching-Ziel zu machen, hatte Torsten Boin aus Ostrau. Der SPD-Mann ist selbst leidenschaftlicher „Schatzsucher“ und erklärt: „Im Prinzip ist das Geocaching modernes Wandern anhand von GPS-Koordinaten. Für mich ist dabei interessant, dass man auch weniger bekannte und nicht touristische Regionen kennenlernt, die dennoch ihren Reiz haben.“

>> Hier geht’s zum Cache auf der oftmals genutzten Plattform Geocaching.com.

Es handele sich auch um ein gewisses Bildungsangebot. So geht es beim neusten Roßweiner Versteck um August Bebel und ein Stück Geschichte der Stadt. Insgesamt gibt es jetzt etwa 15 Geo-Verstecke in Roßwein und Umgebung. Torsten Boin hat noch einen Insider-Tipp: „Schrebitz ist eine kleine Geocaching-Hochburg. Es gibt dort zahlreiche Verstecke, was man gar nicht vermutet.“

Ideengeber Torsten Boin und Henning Homann mit dem Cache am Bebel-Stein. Quelle: Gerhard Dörner

Wie funktioniert die Suche nun eigentlich? Auf der Geocaching-Internetseite sind die Koordinaten der Ziele veröffentlicht. Mit diesen kann sich jeder mit GPS-Gerät, spezieller Karte oder App auf dem Smartphone auf die Suche machen. Das Versteck enthält wenigstens ein Logbuch und einen Stift, mit dem sich der Schatzsucher eintragen kann. Außer Informationen darüber, um was es sich bei dem Zielort handelt, können auch noch Tauschobjekte hinterlegt sein. Darauf wurde beim Bebel-Cache aber verzichtet. Der Finder kann sich dann noch als solcher auf der Homepage von Geocaching registrieren lassen. Eine Person, die das jeweilige Versteck betreut und unterhält, kontrolliert regelmäßig, ob die Online-Einträge mit denen im Logbuch übereinstimmen. Wenn jemand geschummelt hat und selbst nicht vor Ort war, kann er im Netz auch wieder von der Finderliste gelöscht werden. Torsten Boin: „Es gibt Geocacher, die betreiben die Suche als regelrechten Sport und sammeln die Verstecke wie Trophäen.“

Von Olaf Büchel

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