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Döbeln Wie viel Müll steckt im Frühstück?
Region Döbeln Wie viel Müll steckt im Frühstück?
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07:04 15.04.2019
Tag der offenen Tür an der Grundschule Leisnig: Sharon (9) übt sich in Sachen Mülltrennung. Quelle: André Pitz
Leisnig

Wie viel Müll kann eigentlich bei einem Frühstück für vier Personen anfallen? Dieser und noch vielen Fragen mehr gingen die Kinder der Leisniger Grundschule in der vergangenen Woche nach. Deshalb stand auch der Tag der offenen Tür am Sonnabend ganz unter dem Zeichen von Müll und Recycling.

Wichtig waren diese Themen schon immer. „Doch gerade das Engagement von Greta Thunberg ist ein schöner Aufhänger, das Thema wieder aufzugreifen und die Kinder zu motivieren“, sagt Grundschulleiterin Therese Bretschneider. Ziel sei es, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger zu predigen, sondern die vermeintlich abstrakten Inhalte für die Kinder erlebbar zu gestalten.

Plastik im Duschgel und mit der Tupperdose zum Fleischer

Wie das funktioniert, war auch zum Tag der offenen Tür zu sehen. Zum einen ließ sich etwa Duschgel filtern. Übrig blieben feine Partikel, sogenanntes Mikroplastik, dass sich beim Duschen natürlich nur schlecht in die Gelbe Tonne entsorgen lässt. Zum anderen lieferten die Kinder auch die Antwort auf die Frage, wie viel Müll denn nun in einem Frühstück für vier Personen stecken kann. Dafür ging der Nachwuchs in der Woche zuvor auf große Einkaufstour und brachte fünf verschiedene Szenarios zurück ins Klassenzimmer. Die Vorgaben lauteten: Kaufe ausschließlich Bio-Produkte, so ein, dass es möglichst lecker ist, dass möglichst viel Müll entsteht, so günstig wie möglich und so ein, dass möglichst wenig Müll entsteht. So konnten sich die Kinder selbst erarbeiten, dass Bio zwar gesund sein mag, aber nicht automatisch weniger Verpackungsmüll bedeutet und auf welche einzeln verpackte Snacks man mit Blick auf Müllvermeidung besser verzichten sollte. Teil der Projektwoche war es auch, einfach mal mit der Tupperdose zum regionalen Fleischer zu gehen und auf Verpackungsmaterial zu verzichten.

Lebensnahe Beispiele

Mit Beispielen, die nicht aus der Luft gegriffen, sondern lebensnah sind, hofft Bretschneider sich im Bewusstsein der Schüler einnisten zu können. „Ziel ist es natürlich auch, dass die Kinder das Thema mit nach Hause nehmen und auch ihre Eltern sensibilisieren“, so die Grundschulleiterin.

Das Konzept kommt an. Viele Eltern kamen mit Nachwuchs am Sonnabend an den Lindenplatz, um sich vor Ort umzuschauen, den Nachwuchs auf der Hüpfburg toben zu lassen und vielleicht sogar ein Schnäppchen auf dem angegliederten Flohmarkt der Grundschule machen zu können.

Von André Pitz

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