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Döbeln Wie weiter beim länger gemeinsam Lernen?
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18:02 20.08.2019
Die erste Hürde ist geschafft: 50 000 Unterschriften hat das Bündnis „Gemeinsam länger lernen in Sachsen“ am Freitag übergeben. Quelle: Dpa
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Döbeln

50 000 Unterschriften hat das Bündnis „Gemeinsam länger lernen in Sachsen“ bestehend aus LINKEN, SPD und Grünen sowie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft vergangenen Freitag an den Präsidenten des Sächsischen Landtags, Matthias Rößler, übergeben. Das sind 10 000 Unterschriften mehr als benötigt. Gleichzeitig wurde ein Gesetzentwurf zur Einführung der Gemeinschaftsschule überreicht. Er soll das gemeinsame Lernen von der 1. bis zur 12. Klasse in Sachsen ermöglichen.

Am Montagabend hatte dazu die Kreisvorsitzenden der LINKEN in Mittelsachsen, Marika Tändler-Walenta, zu einer Diskussionsrunde ins Café Courage des Treibhausvereins an der Döbelner Bahnhofstraße eingeladen. Ins Podium hatte sie dazu neben Rico Gebhardt, Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat Der LINKEN in Sachsen auch Sabine Friedel, Bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag und Dr. Tobias Peter, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Bildung, bei Bündnis 90 / Die Grünen gebeten. Denn schon in den letzten Monate haben LINKE, SPD und Grüne im Bündnis „Gemeinsam länger lernen in Sachsen“ eng zusammen daran gearbeitet, dass das Thema Gemeinschaftsschule durch einen Volksantrag im Landtag behandelt werden muss. Doch wie geht es nun weiter? Diese Frage stand am Montagabend im Raum.

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„Der Landtagspräsident hat jetzt ein halbes Jahr Zeit die Unterschriften zu prüfen. Im besten Fall kommt es dann im Parlament zur Abstimmung und wird beschlossen“, sagt Linken-Fraktionschef Rico Gebhardt. „Lehnt der Landtag mehrheitlich ab. Dann müsste unser Bündnis noch einige Schippen drauf legen. Denn für ein Volksbegehren müssten 450 000 Unterschriften gesammelt werden“, so Tobias Peter (Grüne). Alle drei Politiker im Podium sehen eine Regierungsbeteiligung von SPD und Grünen nach der Landtagswahl als Eintrittskarte für das längere gemeinsame Lernen in Sachsen . Denn die Gemeinschaftsschule wäre Thema für den Koalitionsvertrag.

Der Gesetzentwurf sieht die Schulart als weiteres Angebot neben Oberschule und Gymnasium vor. Rico Gebhard sieht das als Chance gerade im schulisch ausgedünnteren ländlichen Raum. Auch SPD-Bildungspolitikerin Sabine Friedel sieht im längeren gemeinsamen Lernen Chancen für alle Schüler. „Kinder lernen auch von ihren Mitschülern. In getrennten Schularten bleiben Hauptschüler unter sich. Ziel ist es doch aber von der Vielfalt zu lernen und sozial voneinander zu profitieren.“

Von Thomas Sparrer

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