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Döbeln Wie werben für den Speckgürtel Roßwein?
Region Döbeln Wie werben für den Speckgürtel Roßwein?
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07:03 16.05.2019
Idyllisches Roßwein. Mehr Ruhe als in der Großstadt ist nur einer der positiven Aspekte, die die Stadt bei der Werbung um Familien ins Feld führen könnte. Zahlreiche weiche Standortfaktoren kommen dazu. Quelle: Gerhard Schlechte
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Rosswein

Drei Schulen, mehrere Kindertagesstätten, zwei Bäder, erschwingliche Mieten und im Vergleich zu größeren Zentren viel Ruhe – Roßwein hat einiges, was Wohnen in der Stadt attraktiv machen sollte. Dazu kommt die günstige Lage in Autobahnnähe, ein Gymnasium, das innerhalb von wenigen Minuten erreichbar ist.

„Wir müssen Werbung machen für Roßwein

Das alles sprach Jörg Senf im jüngsten Zukunftsforum der Stadt noch einmal an. Dort arbeitet der stellvertretende Feuerwehrchef ehrenamtlich mit und das Thema Stadtmarketing brennt ihm nicht erst seit der letzten Zusammenkunft der Arbeitsgemeinschaft unter den Nägeln. „Wir müssen Werbung machen für Roßwein als Speckgürtel der großen Zentren“, griff er seine Anregung aus einer der vorangegangenen Sitzungen noch einmal auf. Familien aus Dresden, Leipzig, Chemnitz sollten mit dem Angebot angesprochen werden, in Roßwein zu leben.

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Die Stadt unternimmt einiges, um als Wohnstadt attraktiver zu werden. Das jüngst aufgelegte Programm „Junges Wohnen für Familien in Roßwein“ gehört dazu. Bis zu 5.000 Euro kann bekommen, wer bereit ist, seinen Lebensmittelpunkt ins Roßweiner Stadtzentrum zu verlegen, indem er eines der leerstehenden Häuser dort kauft und saniert.

Allein bekannt gemacht werden müsse all dies auch dort, wo man die Leute herholen wolle, so Jörg Senf. Er schlug vor, beispielsweise an Hochschulen und in großen Firmen Aushänge am schwarzen Brett zu machen.

Eigene Ideen oder professionelles Marketing?

Bürgermeister Veit Lindner stimmte Jörg Senf in allem zu und bestätigte, dass Roßwein für junge Familien, die außerhalb der großen Städte Wohnraum suchten, durchaus in Frage kommt. Das beweisen nämlich auch die jüngsten Zuzüge. „Die letzten Eigenheime, die wir verkauft haben, sind an Dresdner gegangen“, so das Stadtoberhaupt.

Wie nun dieses Potenzial noch stärker nutzen? Als Hausaufgabe für alle Mitwirkenden des Zukunftsworkshops gab es mit auf den Heimweg, Ideen zu sammeln, auf welche Art und Weise für Roßwein geworben werden könnte. Denn: Natürlich könne man auch ein professionelles Stadtmarketing engagieren, doch das koste eben eine Stange Geld.

Von Manuela Engelmann-Bunk