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Döbeln Zivilcourage heute – „Der Lehrer“ Hendrik Duryn diskutiert mit Harthaer Schülern
Region Döbeln Zivilcourage heute – „Der Lehrer“ Hendrik Duryn diskutiert mit Harthaer Schülern
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19:03 14.06.2019
Schauspieler Hendrik Duryn bespricht das Thema Rassismus mit den Schülern. Quelle: Nicole Grziwa
Hartha

Um in das Programm „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ vom Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) in Sachsen zu gelangen, braucht die Pestalozzi-Oberschule einen prominenten Paten. Den haben sie vielleicht im „Der Lehrer“-Schauspieler Hendrik Duryn gefunden.

In zwei Kreisen sitzen die Sechst- bis Neuntklässler im Klassenzimmer der Pestalozzi-Oberschule. Ungefähr die Hälfte steht auf, als Schauspieler Hendrik Duryn fragt, wer denn gar keine Lust auf Schule habe. „Damit hättet ihr in der NS-Zeit euer Todesurteil unterschrieben“, sagt er. Am Donnerstag war der Leipziger zu Gast an der Oberschule, um mit den Schülern über den Film „Nebel im August“ zu sprechen. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und behandelt das Euthanasieprogramm in der Heil- und Pflegeanstalt Sargau.

Die Schüler schauten einen Tag vorher den Film, suchten sich Figuren aus und hinterfragten diese. Während sie die Personen vorstellten und erörterten, ob sie Courage zeigten oder nicht, entstanden Diskussionen mit Duryn. Er erklärte ihnen wichtige Begriffe des Dritten Reiches. „Euthanasie beinhaltete nicht nur das Töten von Kranken und Behinderten, sondern auch Asozialen oder Nicht-Arbeitswilligen“, so Duryn. Dabei versuchte der Leipziger eine Verbindung in die heutige Zeit zu schaffen. „In dem Film sind viele Bewohner der Anstalt erst 13 Jahre alt. Ungefähr in eurem Alter, was bekommt man mit 13 mit?“, fragt er die Schüler.

Schüler erarbeiteten Gesprächsablauf

Bereits seit letztem Jahr engagiert sich die Oberschule um das Projekt, um ein Zeichen zu setzen. Duryn kam schon zu einem Vorgespräch nach Hartha. Ob er nun Pate der Schule werde, ist noch nicht klar, zunächst war es der Oberschulleiterin Kerstin Wilde und ihrem Kollegium wichtig, den Schülern einen Anstoß rund um das Thema Zivilcourage zu geben. „Wenn wir in das Projekt aufgenommen werden, bekommen wir eine Plakette. Doch der Inhalt, der dafür steht, ist wichtiger“, so Wilde. Sie sei stolz auf ihre Schüler, die das Rahmenprogramm des Gesprächs mit Duryn mit Unterstützung der Lehrer selbst erarbeiteten.

Werden sie in das Programm vom NDC aufgenommen, stehen den Schülern Projekttage bevor, die das NDC organisiert. Themen wie Rassismus, Diskriminierung sowie Macht oder der Umgang mit den Medien sind Teil davon. Gemeinsam sollen sie mit Kindern von anderen Schulen Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit Diskriminierung und Rassismus im Alltag aufzuzeigen und auszuprobieren.

Von Nicole Grziwa

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