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Döbeln Zwischen Mirakelmann, Rathausturm und Pferdebahn: Wuchern mit den Pfunden
Region Döbeln Zwischen Mirakelmann, Rathausturm und Pferdebahn: Wuchern mit den Pfunden
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08:06 20.05.2019
Der Blick über die Stadt ist vom Rathausturm besonders gut. Zum Museumstag gestern nutzen viele die Möglichkeit, die Aussichtsplattform zu erklimmen. Quelle: Gerhard Dörner
Döbeln

„Wo ist denn der Nikolaus?“, fragt die kleine blonde Besucherin in Döbelns St. Nicolaikirche und rutscht auf der Kirchenbank hin und her. Helmut Bunde schnappt sich seinen Laserpointer und richtet ihn auf das Zentrum des Altars: „Hier ist er.“ Nicht nur die Frage der Vierjährigen kann der Heimatfreund und Diakon zum internationalen Museumstag beantworten. Gemeinsam mit Jürgen Dettmer von den Döbelner Heimatfreunden erzählt er am gestrigen Sonntag noch sehr viel mehr über Döbelns Kirche, die erst nach dem Stadtbrand 1333 in der Größe wieder aufgebaut wurde, in der man sie heute kennt. Die Kirche im Zentrum der Stadt ist eines von fünf Zielen, das die Döbelner und ihre Gäste gestern ansteuern konnten, um sich – je nach Bedarf – ein wenig oder auch ein wenig mehr Geschichte um die Nase wehen zu lassen. Im Pferdebahnmuseum, im Sparkassenhaus Erich Heckel und im Theater war das ebenso möglich. Denn die hatten erstmals gemeinsam mit dem Döbelner Stadtmuseum im Rathaus ihre Türen zur gleichen Zeit geöffnet und luden zum Blick hinter die Kulissen ein.

Während in der Kirche Kantor Markus Häntzschel an der Eule-Orgel für das Benefizkonzert am späten Nachmittag probte und Jürgen Dettmer und Helmut Bunde immer wieder neue Besucher mit den Besonderheiten des Döbelner Gotteshauses vertraut machten, eröffnete Kathrin Fuchs vom Döbelner Stadtmuseum zunächst eine Ausstellung im Treppenhaus des Rathauses. Dort sind ab jetzt Arbeiten aus dem Zeichenzirkel der Volkshochschule zu sehen. Jedes Jahr öffnet das kleine Museum unter dem Dach des Rathauses zum Museumstag seine Pforten. Und wie immer wurde das Angebot zum kostenfreien Schnuppern gern wahrgenommen. Allein in der ersten Stunde erklommen 30 Leute die oberste Etage, mit insgesamt rund 100 rechnet Kathrin Fuchs. Sie begrüßt, dass es in Döbeln erstmals gelungen ist, über das Museum hinaus Einrichtungen zu motivieren, sich den Besuchern zu öffnen. „Wenn sich alle verbinden zu einem Gesamtangebot, wird das auch stärker wahrgenommen“, freut sie sich über den guten Zuspruch. Jürgen Dettmer, der ein paar hundert Meter weiter nicht nur die drei Besonderheiten der Döbelner St. Nicolaikirche – Schnitz-Altar, Mirakelmann und Eule-Orgel – an den Gast bringt, sieht es ähnlich: „Wir müssen stärker wuchern mit den Pfunden, die wir haben.“

Von Manuela Engelmann-Bunk

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