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Eilenburg 319 Treppenstufen bis zum Ausblick im Wasserturm
Region Eilenburg 319 Treppenstufen bis zum Ausblick im Wasserturm
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06:00 27.08.2019
Viele Besucher schauten sich im Inneren des Wasserturmes um und stiegen die 319 Stufen bis zum Ausguck herauf. Quelle: Steffen Brost
Eilenburg

Das Wahrzeichen der Muldestadt stand bei den Tagen der Industriekultur wieder einmal im Mittelpunkt der Besucher. Am Sonntag öffnete der Geschichts- und Museumsverein Eilenburg den Bau auf dem einstigen ECW-Gelände für die Öffentlichkeit. „Unser Wasserturm kann in der Regel zwei Mal im Jahr von der Öffentlichkeit betreten werden. Einmal zum Tag des Denkmals im September und bei den Tagen der Industriekultur im August. Und dann, wenn sich Gruppen speziell für eine Besichtigung bei uns anmelden“, erzählte Andreas Flegel vom Verein.

Anlässlich der Tage der Industriekultur öffnete Eilenburgs Wahrzeichen seine Türen.

Museums- und Geschichtsverein kümmert sich um den Turm

Die 20 Mitglieder des Eilenburger Geschichts- und Museumsvereins betreuen seit vielen Jahren das Wahrzeichen. „Zu unseren Aufgaben gehört aber auch, das wir versuchen, Denkmäler zu erhalten und Publikationen zu den verschiedensten Dingen herausgeben. Da gibt es mittlerweile Broschüren zu den Eilenburger Straßennamen, den Bergkellern und dem Sorbenturm“, so Flegel weiter.

Ruth Ilte und Thomas Krieker aus Laußig gehörten an diesem Tag zu den ersten, die den Wasserturm betraten. „Ich war das letzte Mal 2004 hier. Wir wollten heute mal wieder schauen, ob sich etwas verändert hat“, erzählte Ilte. Thomas Krieker kennt den Turm aus seiner beruflichen Zeit. „Ich habe von 1972 bis 1998 im ECW gearbeitet. Da hatte man immer den Wasserturm im Blick. Schön, das so etwas erhalten und nicht abgerissen wird“, sagte Krieker.

Wasserturm ist knapp 60 Meter hoch

Von Andreas Flegel erfuhren sie, dass der 60,5 Meter Wasserturm 1915/16 von der Dyckerhoff & Widemann AG Dresden auf dem Gelände der Eilenburger Celluloidfabrik als Brauchwasserspeicher und zur Stabilisierung des Wasserdrucks errichtet wurde. Um das für den Menschen notwendige Wasser bereitzuhalten, wurden über die Jahrtausende verschiedenste Arten von Sammelbehältern entwickelt. Dazu zählen auch die Wassertürme, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurden. Bei den Wassertürmen selbst werden verschiedene Typen unterschieden. Wassertürme in der Vergangenheit als Teil von Wasserversorgungsanlagen die Arbeit von Pumpwerken ergänzt und in Zeiten des größten Verbrauchs die kontinuierliche Versorgung gesichert.

Denkmal wurde zwischen 2002 und 2003 saniert

Zwischen 2002 und 2003 erfolgte im Auftrag der Stadt Eilenburg für rund zwei Millionen Euro eine umfassende Sanierung des technischen Denkmals. Seit Ende 2003 erstrahlt der Wasserturm, dessen sanierter Tiefenbehälter mittels neuester Pumpwerktechnik als Löschwasserreservoir für das Gewerbegebiet zur Verfügung steht, im neuen Glanz. Im Rahmen der Sanierung wurde auch eine Druckerhöhungsstation gebaut, mit der die im sanierten Tiefenbehälter lagernden 1000 Kubikmeter Wasser jederzeit als Löschwasserreservoir für das Industriegebiet zur Verfügung stehen. Zwei Hochbehälter konnten damit demontiert werden.

„Das ist schon sehr interessant. Ich fand den Ausflug wieder sehr schön. Wir kommen irgendwann wieder“, verabschiedete sich Ruth Ilte bis zum nächsten Besuch.

Von Steffen Brost

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