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Eilenburg Ausgesetzter Hund Lobi lebt sich im Tierheim Eilenburg ein
Region Eilenburg Ausgesetzter Hund Lobi lebt sich im Tierheim Eilenburg ein
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15:33 05.08.2019
Nicht mehr ganz so traurig: Tierheim-Hund Lobi. Quelle: Tierheim Eilenburg
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Eilenburg

Lobi hatte Glück im Unglück. Nachdem der Labrador vor etwa zwei Wochen vor dem Tierheim Eilenburg abgesetzt worden war, sorgte ein Facebook-Post für derart viel Aufmerksamkeit, dass sich viele Leute anboten, ihn vom Fleck weg zu adoptieren. Zwar steht der etwa fünfjährige Rüde im Tierheim noch unter Beobachtung, hat aber zumindest die Aussicht auf ein neues Zuhause. Ganz so einfach ist das jedoch nicht. Denn für die Vermittlung von Heim-Tieren hat der Deutsche Tierschutzbund klare Regeln definiert.

Unterscheidung zwischen Fund- und Abgabetieren

Dabei kommt es auch darauf an, auf welchem Weg das Tierheim zu seinen neuen Schützlingen gekommen ist. So wird in Fund- und Abgabetiere unterteilt. Bei Ersteren geht man davon aus, dass sie ihrem Halter entlaufen sind und dieser sie wieder abholen wird. Sie gelten über einen Zeitraum von sechs Monaten als Besitz ihrer Halter und können innerhalb dieser Zeit nur zur Pflege weitergegeben werden. Abgabetiere dagegen werden von ihren Besitzern persönlich und mit Übergabevertrag ans Tierheim übergeben – etwa, weil diese sie nicht mehr versorgen können. In diesen Fällen ist eine Adoption sofort erlaubt.

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Lobi soll in der Region bleiben

In Lobis Fall hat ein eventueller Vorbesitzer noch Zeit, sich zu melden. „Es ist ja nicht auszuschließen, dass der Hund gestohlen wurde“, sagte Annett Albrecht, Leiterin des Tierschutzzentrums Eilenburg der LVZ. Mittlerweile geht es dem braunen Labrador mit den bernsteinfarbenen Augen etwas besser. „Er war in der ersten Zeit sehr traurig, hat auch mal Zähne gezeigt“, sagt Mitarbeiterin Gritt Heinze. „Aber jetzt geht es besser, wir haben ihn gemeinschaftlich mit anderen Hunden zusammengebracht, auch mit Welpen“. Für Lobi wünscht sie sich eine Familie mit älteren Kindern, viel Zeit und Platz für große Gassi-Runden. „Wir hätten auch gern, dass er in der Region bleibt“, sagt sie.

Von hanna Gerwig