Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Authausener Blaskapelle feiert 50. Jubiläum
Region Eilenburg Authausener Blaskapelle feiert 50. Jubiläum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:21 03.07.2019
Die Blaskapelle Authausen feiert ihr 50. Jubiläum
Die Blaskapelle Authausen feiert ihr 50. Jubiläum Quelle: Heike Nyari
Anzeige
Authausen

„Mit dem Gedanken, das kulturelle Niveau in Authausen weiter zu heben, fanden sich im Frühling 1969 zahlreiche Interessenten zusammen und gründeten eine Blaskapelle“, erzählt Vereinsvorsitzender Wolfgang Quandt. Gründer und langjähriger musikalischer Leiter war damals der Berufsmusiker Artur Quandt. Heute, 50 Jahre später, sind etwa 15 Bläser aus mehreren Orten aktiv, die von Ralf Littmann und Susan Uber dirigiert werden. Polka, Märsche und Walzer, die unter Egerländer Blasmusik zusammengefasst werden können, sowie einige Stimmungslieder gehören zum umfangreichen Repertoire.

Drei Gründungsmitglieder noch dabei

Seit der Gründung dabei: Gerd Quandt (links) und Otto Mühlner. Quelle: Heike Nyari

Von den damaligen Gründungsmitgliedern sind Gerd Quandt (64), Rudolf Jonack (78) und Otto Mühlner (79) immer noch dabei. „Ich war 14 Jahre alt, als mich mein Vater Artur zum Musizieren animierte“, erzählt Gerd. Den Authausenern war er dann mit kleinen Unterbrechungen immer treu geblieben, er musizierte aber auch in anderen Kapellen, wie beim damaligen ECW-Orchester, bei den Muldetalern und bei „Heideklang“. Außerdem singt Gerd Quandt im Männergesangverein Concordia im ersten Tenor. „Ich fühle mich sehr wohl in Chor und Kapelle, und habe nun noch mehr Zeit, meinem musikalischen Hobby nachzukommen“, freut sich der frisch gebackene Rentner. Ähnlich geht es Otto Mühlner, der ebenfalls in Chor und Kapelle musiziert.

Drei Proben in einer Woche

Die Authausener Bläser in den 1980er-Jahren. Quelle: Heike Nyari

Wolfgang Quandt setzt da noch einen drauf, denn neben Männergesangverein und Blaskapelle Authausen ist er auch noch Musiker der Presseler Fichtbergmusikanten. „Ich kann mir ein Leben ohne Musik nicht vorstellen“, betont der 71-Jährige. Er genießt es, in jeder Woche zu drei Proben zu gehen. Und an zahlreichen Wochenenden im Jahr steht er mit seinen Freunden auf den Bühnen der Region.

„Ich kam 1970 gerade von der Armee zurück und trat gleich dem damals neugegründeten Ensemble bei“, erinnert sich der Vereinsvorsitzende. In all den Jahren machte ihm die Musik nicht nur viel Spaß und Freude, sondern bot auch angenehme Entspannung vom Alltag. Außerdem sei es ein gutes Gefühl, anderen Menschen durch die Auftritte Freude zu bereiten. Und dieses Gefühl besteht bei Wolfgang Quandt eben auch noch nach fast fünfzig Jahren, die er mit im musikalischen Boot sitzt.

Nachwuchs ist gern gesehen

Die Blaskapelle Authausen im Jahr 2016. Quelle: Heike Nyari

Auch andere Kapellenmitglieder äußern ähnliche Empfindungen und mehrere von ihnen sind ebenfalls in weiteren Formationen aktiv. Das betrifft beispielsweise Ralf Littmann aus Bad Düben ebenso wie Andrea Mende. Letztere reist wöchentlich aus Borsdorf bei Leipzig an, um mit den Authausenern zu proben. Außerdem ist sie Mitglied der Tauchaer Musikanten. „Ich habe als Zwölfjährige in den Reihen der Blaskapelle des Laußiger Betonwerks angefangen, Musik zu machen.“, erzählt die heute 48-Jährige.

Mit aktuell 15 Musikern ist die Blaskapelle Authausen gut aufgestellt. Dennoch ist Nachwuchs immer gern gesehen. Männer und Frauen, die ein Blasinstrument – Trompete, Klarinette, Bariton-Horn, Flöte, Posaune oder Tuba – spielen, können gern bei den Proben vorbeischauen. Diese beginnen jeden Dienstag um 18 Uhr im Authausener Bürgerhaus.

Nächster Termin: Dorffest in Laußig

Am 7.Juli spielt die Blaskapelle übrigens beim Dorffest in Laußig und am 27. Juli eröffnen die Bläser um 13 Uhr das große Sängerfest „Das deutsche Lied“ in der Authausener Steinerkeide. Am 11. August gastiert die Kapelle ab 16 Uhr in der Köhlerei Eisenhammer und eine Woche später, am 17. August, geht’s zum Auftritt nach Gossa zum Traktorentreffen.

Von Heike Nyari