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Eilenburg Bundestagsabgeordneter Marian Wendt hilft im Seniorenzentrum in Mockrehna
Region Eilenburg Bundestagsabgeordneter Marian Wendt hilft im Seniorenzentrum in Mockrehna
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13:48 07.09.2019
Marian Wendt singt gemeinsam mit den Bewohnern alte Volkslieder. Quelle: Wolfgang Sens
Mockrehna

Seit über einem Jahr gibt es in Mockrehna keinen Hausarzt mehr. Nach dem überraschenden Tod von Arzt Peter Geus im August 2018 hat sich noch immer kein Nachfolger gefunden. „Es ist eine Katastrophe“, sagt Ortsvorsteher Bernhard Wagner. Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum ist durch den Ärztemangel denkbar schlecht. Um die schwierige Situation in seinem Wahlkreis weiß auch der nordsächsische Bundestagsabgeordnete Marian Wendt (CDU). Am Freitag besuchte er im Rahmen der Aktion „Praxis für Politik“, die der Bundesverband für Dienstleistungen organisiert, das Seniorenzentrum „Am Gutspark“ in Mockrehna.

Kartoffelschälen und Volkslieder singen

Bei einem Praxistag im Seniorenzentrum machte sich Wendt vor Ort ein Bild von der Situation in der Altenpflege. Angefangen beim Essenreichen im Speisesaal lernte er verschiedene Aufgaben und Tätigkeiten der Pflege kennen. Er schälte mit den Senioren Kartoffeln, eine Maßnahme der aktivierenden Pflege, sang mit ihnen im Singkreis alte Volkslieder und kam mit vielen Bewohnern ins Gespräch, so mit Christa Götze (86) bei einem Spaziergang auf dem Gelände. Marian Wendt hat einen ganz persönlichen Bezug zum Seniorenzentrum: Sein Großvater war hier für einige Zeit Bewohner.

Ausländisches Fachpersonal dringend benötigt

Das Zentrum in Mockrehna bietet vollstationäre Pflege, Tagespflege, häusliche Krankenpflege und betreutes Wohnen an. Auch hier fehlt es an qualifizierten Fachkräften, so Leiterin Rosel Müller-Süptitz. Seit Jahren haben sie und ihr Team große Schwierigkeiten, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden. In der Pflege kann häufig auf gut qualifiziertes Personal aus dem Ausland zurückgegriffen werden. Auch in Mockrehna gibt es einen Mitarbeiter aus Afghanistan und eine Auszubildende aus Pakistan. Doch sie haben mit bürokratischen Hürden zu kämpfen. „Wir mussten monatelang auf die Arbeitsgenehmigung warten“, so Müller-Süptitz. Dabei wird es ohne Personal aus dem Ausland bald nicht mehr gehen. „Aktuell ist die Situation in Sachsen so, dass doppelt so viele Menschen in Rente gehen wie aus den Schulen und Ausbildungsstätten kommen“, bestätigt Marian Wendt. Er möchte das im Seniorenzentrum gewonnene Wissen mit nach Berlin nehmen und dort „hoffentlich etwas verbessern.“

Von Lilly Günthner

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