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Eilenburg Burgverein will Torhaus in Eilenburg zum Besucherzentrum ausbauen
Region Eilenburg Burgverein will Torhaus in Eilenburg zum Besucherzentrum ausbauen
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06:00 22.01.2018
Das Torhaus am Eingang zum Burgberggelände wird vom Eilenburger Burgverein derzeit entkernt. Quelle: Heike Liesaus
Eilenburg

Vier Schuttcontainer standen schon am Freitag im Garten: Das zeigte, was der Eilenburger Burgverein sich fürs Wochenende vorgenommen hatte. Die Mitglieder wollen in der nächsten Zeit einiges aus dem keinen Torhaus am Eingang zum Burgberggelände herausholen – und zwar im doppelten Wortsinn. Das große Ziel: Das Gebäude soll zur Touristinformation, zum Anlaufpunkt für das Gelände werden und auch dem Verein ein Domizil bieten. Bisher fehlte ein solcher Treffpunkt, wenn im Sommer die Burgbergführungen laufen. Mit dem Besucherinformationszentrum will der Verein künftig das Angebot der städtischen Touristinfo im Roten Hirsch in der Mitte der Stadt ergänzen. „Dazu muss es auch täglich besetzt sein. Das wollen wir ebenfalls selbst stemmen“, stellt Burgfreund Hans Poltersdorf, der die Arbeiten seitens des Vereins koordiniert, fest. In einem kleineren Raum ist an einen Empfangstresen gedacht, ein größerer könnte Ausstellungen Platz geben, die über die Historie des Ortes informieren oder Künstlerisches zeigen.

Historisches freilegen

Herauszuholen ist aus dem historischem Gebäude nun erst einmal das, was nicht historisch ist. Am vergangenen Wochenende wurde dafür erneut hart gearbeitet. „Die Bausubstanz soll freigelegt werden, damit das Architekturbüro die richtige Grundlage für die Planungen bekommt. Sind diese fertig, kann es in die Ausschreibungen gehen. Dann können die Firmen gebunden werden“, so Poltersdorf. „Am Freitag wurden schon Aufmaße genommen. Die Arbeiten sollten im zeitigen Frühjahr losgehen, denn bis zum Ende des Jahres soll alles fertig sein.“

Bei einem der vorausgehenden Einsätze haben die Burgfreunde aber gerade auch eine unangenehme Überraschung erlebt. Als sie eine Vorsatzmauer abtrugen, um die Burgmauer freizulegen, entdeckten sie dahinter jede Menge Hausmüll. Der Zwischenraum war von etwa zehn Metern Länge und in 70 Zentimetern Breite verfüllt. Da musste bereits ein extra großer Container bestellt werden. Aber mit den bestellten Behältern war auch Bauschutt aus diversen Verblendungen, Einbauten mit Gasbeton und von herausgestemmten Fußböden zu entsorgen.

Aufwändige Sanierung

Die Landesdirektion Sachsen hatte dem Burgverein Ende des vorigen Jahres Fördermittel für den Umbau zum Besucherinformationszentrum bewilligt. Bund und Freistaat Sachsen unterstützen das Projekt mit rund 295 000 Euro. Das sind 90 Prozent der berechneten Gesamtkosten. Den Rest wird der Verein selbst aufbringen. Dabei hat das Haus gerade mal geschätzte 70 Quadratmeter Fläche im Erdgeschoss. „Der Hang muss gesichert und auch der Hof hergerichtet werden, das treibt die Kosten natürlich in die Höhe. Das Gebäude an sich ist ebenfalls in einem desolaten Zustand“, erläutert Polterdorf. „Ein Neubau wäre natürlich preiswerter. Aber hier geht es darum, Historisches zu erhalten.“ Am Haus ist zwar über die Zeit viel verändert worden, die Grundsubstanz aber dürfte bereits mehr als 500 Jahre alt sein. Zum Torhaus gehört auch ein 5000 Quadratmeter großer Garten, in dem die Burgvereinsmitglieder ebenfalls schon aufräumten.

Von Heike Liesaus

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