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Eilenburg Doberschütz will in drei Jahren zehn Prozent sparen
Region Eilenburg Doberschütz will in drei Jahren zehn Prozent sparen
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07:00 27.08.2017
Die Grundschule in Doberschütz ist eines von den Objekten, das auf mögliche Energieeinsparungen hin untersucht wurde. Foto: privat
Die Grundschule in Doberschütz ist eines von den Objekten, das auf mögliche Energieeinsparungen hin untersucht wurde. Foto: privat
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Doberschütz

Das Ziel ist klar formuliert. Doberschütz möchte als Mitglied des Energieeffizienz-Netzwerkes, in dem acht Kommunen vereinigt sind, innerhalb von drei Jahren rund zehn Prozent der derzeit jährlich anfallenden kommunalen Energiekosten von 130 000 Euro einsparen.

70 Prozent der Energie fließt in Straßenbeleuchtung

Etwa 70 Prozent der Kosten fallen in Doberschütz für die Straßenbeleuchtung an. Das hat die Gemeinde bereits auf dem Schirm und das Problem mit der Umstellung auf LED in den Ortsteilen Wöllnau, Sprotta, Rote Jahne und teilweise Doberschütz angegangen. Bis 2018 sollen nun zunächst die noch fehlenden Straßen in Doberschütz und Mörtitz folgen.

Fensterwartung, andere Warmwasseraufbereitung, Isolierung

Wie die Gemeinde aber neben der Straßenbeleuchtung sparen kann, das hat Roland Schmieder, der bei EnviaM angestellt ist und das Netzwerk drei Jahre lang betreut, am Donnerstag im Gemeinderat erläutert. Am Beispiel von Freiwilliger Feuerwehr/Jugendklub in Paschwitz, der Kindertagesstätte in Battaune und der Grundschule in Doberschütz zeigte er, wie die Gemeinde jeweils mit relativ geringen Aufwand die Energiekosten um insgesamt etwa sieben Prozent senken könne.

So habe die Wärmebildkamera bei dem Paschwitzer Objekt vor allem die Fenstern und Türen als Schwachstelle ausgemacht. „Da ließe sich schon mit einer Wartung, die den Anpressdruck erhöht, einiges machen“, so die konkrete Empfehlung. Bei der Battauner Kindertagesstätte Am Zwergenwald rät der Experte bei einem ohnehin anstehenden Austausch, den alten Ölkessel durch eine Gastherme zu ersetzen. „Außerdem wäre zu überlegen“, so Roland Schmieder, „die Wasseraufbereitung nicht mehr zentral zu machen.“ Denn schon eine zweimonatige Abschaltung der Heizung im Sommer würde einiges bringen.“ Sinn könnte in Battaune zudem die kostenintensivere Sockeldämmung machen. „Der ist derzeit überhaupt nicht gedämmt und eine wahnsinnig große Kältebrücke.“ An der Grundschule in Doberschütz wiederum könnte Fenster- und Türwartung etwas bringen. Außerdem hat der Experte hier im Heizraum hohe Abstrahlverluste ausgemacht, die eine bessere Isolation eindämmen könnte.

Entscheiden muss die Gemeinde

An der Gemeinde bleibt es nun, den konkreten Empfehlungen zu folgen oder nicht. Denn auch wenn sich die Investitionen aus heutiger Sicht in 7 bis 14 Jahren amortisiert haben, bezahlt werden müssen sie heute.

Von Ilka Fischer