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Eilenburg Drogen bis Diebstahl: Dübener Polizeischüler üben bei Eilenburg
Region Eilenburg Drogen bis Diebstahl: Dübener Polizeischüler üben bei Eilenburg
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12:34 27.06.2019
Ein drogenabhängiger Mann an der Bahnanlage in Eilenburg-Ost hat Hausfriedensbruch begangen – so das Übungszenario. Zwei Polizeimeisteranwärter gehen gegen den Mann vor. Sie gehören zu einer Lehrklasse des zweiten Dienstjahres der Bundespolizeiabteilung Bad Düben. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Ein Mann liegt an zwei abseits gelegenen Garagen nahe des Bahnhofes in Eilenburg Ost. Der Drogenabhängige versucht sich gerade, mit einer Spritze einen Schuss zu setzen. Da taucht plötzlich eine Streife mit zwei Bundespolizisten auf. Sie werden auf den Mann aufmerksam und wollen ihn kontrollieren. Doch er springt blitzschnell auf und bedroht die Polizisten mit seiner Spritze. Die ziehen ihren Einsatzstock, ein Einsatzmittel zur Abwehr von Gefahren, und gehen in Abwehrhaltung.

Polizeimeisteranwärter aus Bad Düben mussten sich in verschiedenen Übungsszenarien beweisen. Dazu gehörte auch die Auseinandersetzung mit einem „Drogenabhängigen“ am Bahnhof in Eilenburg Ost.

Während eines kleinen Handgemenges erwischt die Polizistin den Mann, der immer wieder mit der Spritze nach ihr schlägt, mit ihrem Einsatzstock am Unterarm. Er fällt zu Boden und schreit vor Schmerzen. Sofort entfernen die Polizisten die Spritze aus der Gefahrenzone. Auf verschiedene Aufforderungen sich auszuweisen reagiert er nicht. Die Polizeimeisteranwärter leiten erste Maßnahmen ein, rufen einen Rettungswagen und versuchen, die Personalien des bislang Unbekannten herauszubekommen.

Training zwischen Haltepunkten Eilenburg und Doberschütz

Kurze Zeit später löst Ausbildungsleiter Marco Schwenk die Situation auf. Der Polizeihauptkommissar hat seine Schüler die ganze Zeit genau beobachtet und wertet jetzt das Vorgehen in dieser Situation aus. Bis zum Abend folgen noch weitere solcher und andere Übungsszenarien auf dem Gebiet der Deutschen Bahn zwischen den Haltepunkten Eilenburg und Doberschütz.

Polizeimeisteranwärter zeigen ihr Können

Die etwa 20 Polizeimeisteranwärter einer Lehrklasse des zweiten Dienstjahres, die bei der Bundespolizeiabteilung Bad Düben ihre Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten absolvieren, müssen an diesem Tag ihr bisher erworbenes theoretisches und praktisches Wissen im Rahmen einer Prüfung beweisen. „Ihr bahnpolizeiliches Praktikum haben sie bereits bundesweit absolviert. Sie waren mit Schwerpunkt in Frankfurt/Main, Kassel und Magdeburg eingesetzt und konnten dort bereits Erfahrungen sammeln“, sagte Marco Schwenk.

Personenfahndung, Hausfriedensbruch, Buntmetalldiebstahl ...

Die zwischen Eilenburg und Doberschütz geübten Szenarien wie Personenfahndung, Hausfriedensbruch mit Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Buntmetalldiebstahl sowie verschiedene Sachbeschädigungen im Bahnbereich waren Teil einer sogenannten Modulprüfung, die die Polizeischüler ablegen mussten. Die jungen Frauen und Männer hatten in diesen Situationen eine ganze Reihe an polizeilichen Maßnahmen zu treffen und die jeweiligen polizeilichen Lagen entsprechend zu lösen und abzuarbeiten. „Alle diese Übungsinhalte sind realistischen Alltagssituationen nachgestellt. Wir beobachten die Polizeimeisteranwärter, werten ihr taktisches Vorgehen anschließend aus und vergeben dann eine Prüfungsnote“, so Schwenk weiter.

Stresstest für die Prüflinge

Die Übungen finden übrigens im normalen Alltagsgeschehen statt. Für die Prüflinge ist das ein echter Stresstest. „In einigen Fällen bei vorangegangenen Trainingsmaßnahmen wurden die künftigen Polizisten sogar durch Hinweise aus der Bevölkerung zu Straftaten und Tätern unterstützt“, sagte Bundespolizeisprecher Michael Marx. Seit vielen Jahren stellen Einsatzanlässe auf dem Gebiet der Bahnanlagen in Deutschland einen bedeutenden Einsatzschwerpunkt bei der Bundespolizei dar. „Es gibt kaum ein Wochenende, an dem Polizeibeamte aus Bad Düben nicht zu Absicherung von An- und Abreisen anlässlich von Fußballspielen oder Demonstrationen zur Begleitung von polizeilich relevanten Gruppierungen in Zügen eingesetzt werden“, so Marx weiter.

Von Steffen Brost

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