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Eilenburg Ehrung für Jürgen Glück vom Volkschor Eilenburg
Region Eilenburg Ehrung für Jürgen Glück vom Volkschor Eilenburg
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09:15 28.06.2019
Jürgen Glück vom Volkschor Eilenburg ist im Rahmen des Heinzel-Preises geehrt worden. Quelle: Carsten Lippert
Eilenburg

Zwei Wochen nach seiner Gründung im Jahr 1969 gewann der Eilenburger Volkschor einen neuen Bassisten dazu. Die tiefe Stimme gehört zu Jürgen Glück, der die Amateur-Musiker nun schon über ein halbes Jahrhundert begleitet. Neun Jahre lang war er als Vorstandsvorsitzender aktiv, hat Chorleiter kommen und gehen sehen. Der junge Lehrer war damals gerade nach Eilenburg gezogen, unterrichtete Chemie und Biologie an der Tschanter-Schule und kannte noch nicht viele Leute im Ort. Er nutzte die Gelegenheit, seine Kollegen in lockerer Runde beim Singen oder bei einem Bier nach den Proben besser kennenzulernen. Seit 50 Jahren setzt sich der Rentner nun schon für den Fortbestand des Chores ein. Jetzt wurde der 75-Jährige im Rahmen des Heinzel-Preises für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement geehrt.

Volkschor war ursprünglich Lehrerchor

„Als ich in Eilenburg an der Tschanter-Schule anfing – damals war die noch im Stadtteil Berg – hatte sich hier gerade ein neuer Lehrerchor gegründet“, erinnert sich Glück. Er war damals auf der Suche nach gemeinschaftlichen Aktivitäten in der Muldestadt und wurde von den Kollegen darauf angesprochen. „Ich hätte mir auch etwas Sportliches vorstellen können, aber so wurde es der Chor. Anfangs war das sehr locker. Wir waren etwa 20 Mitglieder und saßen oft noch nach den Proben zusammen im Weißen Ross“, erzählt der gebürtige Hesse. Nach und nach änderte sich die Haltung im Chor jedoch. In Auftritten fanden die Musiker ihre gemeinsame Aufgabe. Glück weiß: „Das ist sehr wichtig. Ein Chor braucht immer auch Ziele – ob das nächste Konzert oder ein größeres Repertoire. Man muss gemeinsam auf etwas hinarbeiten.“ Das habe er auch in seinen neun Jahren als Vorstandsvorsitzender von 2006 bis 2015 immer versucht einzuhalten und regelmäßig Konzerte zu halten. Das traditionelle Neujahrs-Konzert, mehrere Vorsingen jährlich in einer Rehaklinik oder gemeinsame Projekte mit anderen Chören und Musikern waren Ansporn für den Volkschor.

Nachwuchssorgen beim Volkschor mit über 40 aktiven Mitgliedern

„Ganz allein kann ein Vorstand das aber nicht schaffen“, berichtet Glück. Das Gemeinschaftsgefühl und die gute Zusammenarbeit seien enorm wichtig für den Chor, der seit vielen Jahren über 40 aktive Mitglieder stark ist. Etwas besorgt ist der Rentner dennoch um die Zukunft der Gesangsgruppe. Zwar habe der Chor mit Tobias Orzeszko einen jungen und motivierten künstlerischen Leiter gefunden, aber der Altersschnitt sei dennoch sehr hoch. „Es ist so schade. Viele junge Leute, vor allem Männer, wollen nicht mehr singen – außer vielleicht im Fußballstadion“, sagt Glück und lacht. Doch er hat Hoffnung, dass sich der Volkschor in eine gute Richtung entwickelt und immer wieder ein paar neue Gesichter dazu gewinnen kann.

Von Tilman Kortenhaus

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