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Eilenburg Eilenburg: Ausstellung zu „Menschen auf der Flucht“
Region Eilenburg Eilenburg: Ausstellung zu „Menschen auf der Flucht“
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19:13 17.09.2019
Schülerinnen und Schüler der Eilenburger Schule „Am Bürgergarten" besuchen die Ausstellung „Menschen auf der Flucht". Quelle: Lilly Günthner
Eilenburg

„Was hast du eingepackt? Ich habe meine Zeugnisse vergessen. Aber an den Pass habe ich gedacht.“ Einige Schülerinnen und Schüler der Eilenburger Schule „Am Bürgergarten“ stehen vor einem 16 Tonner und unterhalten sich über ihre Erfahrungen in der soeben besuchten Ausstellung „Menschen auf der Flucht“. Als missio-Truck fährt diese interaktive Ausstellung durch ganz Deutschland und hält an diesem Dienstag auf dem Parkplatz am Nordring in Eilenburg. Verantwortlich für das Projekt ist das Katholische Missionswerk missio.

Interaktive und multimediale Ausstellung

In sieben Räumen durchlaufen die Besucherinnen und Besucher verschiedene Stationen einer Flucht. Dabei sollen sie in die Rolle von Kongolesischen Flüchtlingen schlüpfen. „Besonders im Ost-Kongo fliehen viele Menschen vor der Gewalt der Milizen“, sagt Franziska Stöhr. Sie begleitet die Ausstellung, die sich an Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse richtet, pädagogisch. In der Ausstellung wird viel mit Audio- und Videomaterial gearbeitet und auf Interaktion gesetzt: Aufspringen aufs Fluchtauto oder die Entscheidung, was auf die Flucht mitgenommen wird, gehören dazu. Wer sich statt Pass für die Zahnbürste entscheidet, erreicht weniger Punkte.

Sensibilisierung für das Thema Flucht

Die Ausstellung will für die Ausnahmesituation Flucht und die katastrophalen Folgen für das Leben geflüchteter Menschen sensibilisieren. Das ist auch Mandy Jaentschel, Schulsozialarbeiterin an der Schule „Am Bürgergarten“, wichtig. In einem Projekttag besucht sie mit den Jugendlichen der Klassen 8 und H9 die Ausstellung. In der Lebensrealität der Jugendlichen spiele Flucht oft keine Rolle. „Deshalb ist es wichtig, hier Aufklärungsarbeit zu leisten“, so Jaentschel, „viele Schüler wissen beispielsweise nicht, dass ein Großteil der Flüchtlinge Binnenflüchtlinge sind.“ Umso wichtiger sei es, auf das Thema Flucht hinzuweisen und Anknüpfungspunkte für die Jugendlichen zu finden. Das Handy ist einer davon. Denn der für die Handy-Herstellung wichtige Rohstoff Coltan wird größtenteils unter menschenunwürdigen Bedingungen im Kongo gewonnen.

Von Lilly Günthner

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