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Eilenburg Eilenburg: Tierische Geschichte um ein verloren gegangenes Handy
Region Eilenburg Eilenburg: Tierische Geschichte um ein verloren gegangenes Handy
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11:28 14.12.2016
Mit dem Smartphone ist auch dieses Bild von Levi und einem Pfau im Eilenburger Tierpark wieder da. Quelle: Heidrun Petersohn
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Eilenburg

Was eine Pfauen-Patenschaft mit einem verloren gegangenen Handy zu tun hat? Ganz viel. Zumindest für Heidrun Petersohn. Die Eilenburgerin besucht mit ihrem zweijährigen Enkel Levi oft den Tierpark, so auch vor Kurzem. „Mit meinem noch recht neuen Smartphone habe ich da natürlich auch viele Fotos von Levi gemacht“, erzählt die 55-Jährige. Irgendwie müsse sie dieses aber bei der letzten Aufnahme nicht richtig in die Tasche gesteckt haben. Es war jedenfalls weg. Sie habe das zwar recht schnell gemerkt und auch Besucher und Personal im Tierpark angesprochen. Doch vergebens. „Da war ich schon geknickt, das Smartphone ist schließlich nicht nur teuer, es waren auch noch etliche Fotos nicht heruntergeladen.“

Doch die Buchhalterin wollte die Hoffnung nicht aufgeben. Und in der Tat, nach einer Woche und beim zweiten Anruf im Fundbüro der Stadt war tatsächlich ein Handy abgegeben worden – ihr Handy. Die Abgabe erfolgte anonym, ein Finderlohn daher nicht zahlbar. „Ich war und bin aber so happy, dass ich beschloss ich, den Finderlohn zu spenden.“ Die Wahl lag für sie nahe. Kinder in Levis Alter ahmen ja wohl eher das Miau der Katze oder das Wau-wau des Hundes nach. Levi beeindrucken die Pfauen, denen er im Tierpark recht nahe kommen kann, weit mehr. „Inzwischen schreit er den ‚Minh-ao’-Pfauenruf richtig gut“, weiß seine Oma aus eigenem Hörerleben.

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Für sie stand fest: Die 80 Euro Finderlohn fließen in eine Pfauen-Patenschaft, bei der Levi Pate wird. Vorbeibringen wird ihm die Urkunde mit einem Pfauenfoto samt einer vom Tierpark gespendeten Pfauenfeder nun der Weihnachtsmann.

Von Ilka Fischer