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Eilenburg Eilenburg: Vivien Wust ist Sozialarbeiterin an der Grundschule
Region Eilenburg Eilenburg: Vivien Wust ist Sozialarbeiterin an der Grundschule
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16:15 27.04.2019
Vivien Wust ist Schulsozialarbeiterin an der Dr.-Belian-Grundschule in Eilenburg. Quelle: Stephanie Bechert
Eilenburg

Vivien Wust ist seit diesem Jahr die neue Schulsozialarbeiterin an der Dr.-Belian-Grundschule in Eilenburg. Träger dieser Stelle ist das Diakonische Werk Delitzsch/Eilenburg. Vivien Wust hat an der Universität von Chemnitz Pädagogik und Erziehungswissenschaft studiert und war unter anderem am Berufsschulzentrum Rote Jahne als Schulsozialarbeiterin sowie als Sozialarbeiterin im Mediclin Reha-Zentrum Bad Düben tätig.

An der Dr.-Belian-Grundschule wurde sie von Beginn an vom Schulkollegium herzlich aufgenommen und innerhalb der letzten Monate entwickelte sich eine gute Zusammenarbeit in gegenseitiger Absprache und Achtung.

Was macht ein Schulsozialarbeiter?

Schulsozialarbeit – auch heutzutage noch ein Fremdwort in vielen Köpfen. Was macht ein Sozialarbeiter? Was ist der Unterschied zu einem Lehrer oder Erzieher? Dies alles sind Fragen, mit denen auch Vivien Wust in den ersten Wochen konfrontiert wurde.

„Kinder sind sehr offen, direkt und wissbegierig – und das ist auch gut so!“, sagt Vivien Wust. Innerhalb des Lebensraumes Schule werde den Kindern Wissen in vielen Bereichen vermittelt. Doch auch andere Bildungsbereiche, beispielsweise Sozialkompetenzen, sollten bedient werden. An dieser Stelle setzen Fachkräfte wie sie an. Ihre Aufgabe ist es, einen fairen Umgang miteinander zu stärken. Zuweilen kann die Lern- und Leistungsbereitschaft von Schülern beeinträchtigt sein, weil das Klima in der Klasse nicht stimmt, Schüler gemobbt werden, Kummer haben oder Probleme in der Familie sie erdrücken. Dann haben es die Lehrer allein oft schwer.

Schulsozialarbeiter unterstützen die Lehrer

Schulsozialarbeiter füllen diese Lücke und unterstützen damit auch die Lehrer. Mit einer sozialpädagogischen Ausbildung und entsprechenden Methodenkenntnissen ausgestattet, haben sie eine ganz andere Herangehensweise an die Themen, Gefühle und Bedürfnisse der Schüler und können sich Zeit dafür nehmen. Außerdem sind sie institutionell unabhängig von Lehrern, der Schulleitung oder der Schulbehörde und können neutrale Vertrauenspersonen sein, oder, wie Vivien Wust es bezeichnet, „aus Sicht eines unabhängigen Dritten agieren“.

„Auch das Vermitteln von weiterführenden Beratungsstellen, für das sonst das nötige Netzwerk in der Schule fehlt, ist essenziell für meine Arbeit“, so Vivien Wust weiter.

Vivien Wust ist täglich in ihrem Büro anzutreffen

In der Praxis heißt das, dass die Schulsozialarbeiterin in der Grundschule immer von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 14 Uhr in ihrem Büro in der Schule anzutreffen ist. Primär für die Kinder – die Eltern können sich auch gern außerhalb dieser Zeiten einen Termin zum Gespräch geben lassen.

Nach der Einarbeitungsphase möchte Vivien Wust nun erste konkrete Projekte in die Tat umsetzen: „Es gibt jetzt verschiedene Angebote. Dazu gehört zum Beispiel ein Antiaggressionstraining, weiterhin Konzentrationstraining und die ,Stärkung des Gemeinschaftsgefühls’ – Projekte, die dann wöchentlich stattfinden sollen und für alle Schüler zugänglich sind.

Schulsozialarbeiter bauen Brücken

Fazit: Schulsozialarbeiter bauen Brücken – Brücken zwischen den Schülern, aber auch zwischen Schülern, Lehrern und Eltern. Eine auf Vertrauen basierende, gefestigte Beziehung ist dabei sehr wichtig. Wenn die personelle Kontinuität gegeben ist, können Schulsozialarbeiter durch den täglichen Kontakt mit den Kindern wertvolle Unterstützer im Prozess des Erwachsenwerdens sein und auch für alle anderen Beteiligten an der Schule positiv wirken.

Von Andreas Bechert

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