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Eilenburg Eilenburg: Widerstand gegen geplante Anbindung zum neuen Wohngebiet
Region Eilenburg Eilenburg: Widerstand gegen geplante Anbindung zum neuen Wohngebiet
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09:14 31.07.2019
Im neuen Gebiet „Am Regenbogen“ in Eilenburg sollen Wohnbauflächen entstehen. Quelle: Bärbel Schumann
Eilenburg

Auf einem rund 3,5 Hektar großen, brachliegenden Gelände „Am Regenbogen“ im Eilenburger Osten soll ein neues Wohngebiet entstehen. Das Areal zwischen Ernst-Mey-Straße, Dübener Landstraße und Puschkinstraße bietet Platz für eine individuelle Wohnbebauung in Form von 30 bis 35 Einfamilienhäusern bei Grundstücksgrößen von 700 bis 800 Quadratmetern, Verkehrsflächen sowie einem Spielplatz.

Die mit dem Kreuz gekennzeichnete Anbindung zur Beethovenstraße ist von den Anwohnern nicht gewollt Quelle: Stadtverwaltung Eilenburg

Im Oktober wollte die Stadt die Vergabe der Planungsleistungen für das Areal anschieben, wurde aber zunächst vom Stadtrat ausgebremst. Denn der sah noch erheblichen Diskussionsbedarf, rückte potenzielle Areale für neue Bildungseinrichtungen in den Fokus. Im zweiten Anlauf im November ging das Vorhaben dann durch, als der Stadtausschuss die Planungsleistungen zur Erstellung eines Bebauungsplans beschloss.

Anwohner haben nichts gegen die Erschließung

Ein neues Wohngebiet in Eilenburg Ost? Das Interesse der Bevölkerung jedenfalls ist groß, wie sich zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung zeigte, als der Ratssaal voll besetzt war. Nicht nur das Interesse potenzieller Häuslebauer, sondern auch der angrenzenden Anwohner. Um eins vorwegzunehmen: Gegen die neue Nachbarschaft vor ihrer Haustür haben sie nichts. Im Gegenteil, sie sind froh, wenn das brachliegende Gelände, auf dem nur noch die alte Turnhalle steht, sinnvoll genutzt wird und sich der Stadtteil Ost mit dem Zuzug weiterer Familien verjüngt.

Verbindungsstraße nicht gewollt

Allerdings erhitzten sich die Gemüter an einem kleine Stück Straße südlich der Turnhalle, welches die innere Erschließungsstraße des neuen Wohngebiets mit der Beethovenstraße verbinden soll, um hauptsächlich den Anwohnern der Wohnanlage „Am Regenbogen“ eine verkehrstechnische Verbesserung zu bieten. So jedenfalls dachte die Stadt, stieß dabei aber auf erheblichen Widerstand. Klare Aussage der Anwohner: „Wir wollen die Anbindung nicht.“ Sie befürchten, dass das neue Straßen-Teilstück das Verkehrsaufkommen in ihrem Bereich höher werden lässt.

Im Rathaus teilt man die Bedenken nicht unbedingt, sagt aber auch: „Die Erschließung wird auch ohne diese Anbindung möglich“, so Daniel Zschau aus dem Fachbereich Bau und Stadtentwicklung. Verkehrsmäßig soll das neue Wohngebiet künftig über eine Ringstraße mit Anbindung an die Ernst-Mey-Straße erschlossen werden.

Erschließung dauert bis 2021

Bis die ersten Häuslebauer anfangen können, wird es aber noch etwas dauern. Parallel zur frühzeitigen Beteiligung wurde die Entwurfsplanung bereits angeschoben. Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll im Stadtrat der Beschluss zur öffentlichen Auslegung der Unterlagen fallen. „Dann hat auch noch mal jeder Bürger das Recht, die Unterlagen einzusehen und seine Einwände anzubringen“, betont Petra Zimmerman vom Fachbereich Bau und Stadtentwicklung. Alle Argumente müssten dann von der Stadt geprüft und bewertet werden. Letztlich entscheidet der Stadtrat, wie die unterschiedlichen Belange abgewogen werden. Voraussichtlich 2021 soll die Erschließung abgeschlossen sein. Erst dann könnten wohl die Ersten bauen.

Von Kathrin Kabelitz

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