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Eilenburg Eilenburg bekommt neue Gucksäulen
Region Eilenburg Eilenburg bekommt neue Gucksäulen
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09:07 22.01.2018
Die neuen Gucksäulen stehen schon auf dem Eilenburger Burgberg.
Die neuen Gucksäulen stehen schon auf dem Eilenburger Burgberg. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Der Schar der Eilenburger Camera Historica bekommt Zuwachs. Drei Stück werden nun auf dem Burgberg installiert. Auch vor der Eilenburger Marienkirche ist bereits ein Exemplar zu sehen. Noch flattert die Verpackung ringsherum, noch fehlt das Bild- und Textinventar, das die Gucksäule erst interessant macht. Wer jetzt durch den Metal-Spalt linst, sieht nur einen milchig hellen Streifen. Der Betrachter soll aber künftig historische Ansichten betrachten und etwas über die Historie des Ortes lesen können. Dafür wird ein langer Dia-Filmstreifen eingesetzt.

Bilder wurden noch einmal bearbeitet

„Die Inhalte sind jetzt redaktionell bearbeitet“, erklärt der Chemnitzer Designer Michael Stapf, der die Reihe der Gucksäulen entworfen hat. An den Texten konnte in den vergangenen Monaten noch die Eilenburger Arbeitsgruppe feilen. Auch die Bilder wurden noch einmal sorgsam bearbeitet. „Es werden zum Teil Motive von alten Postkarten verwendet, die im Original nicht in gutem Zustand sind. Ihre Qualität ist gerade deshalb wichtig, weil die Dias, die der Betrachter sieht, relativ klein sind“, erläutert Stapf.

Die Filmstreifen, durch die das Licht fällt, werden in die Säulen eingeklebt. Dafür sollten aber bestimmte Temperaturen herrschen. Es ist also zu erwarten, dass die Stelen im Frühling zum Betrachten einladen.

Stelen gehören zum historischen Stadtrundgang

Neben der Säule an der Marienkirche gibt es weitere am Bergfried und am einstigen Schloss. Im gesamten Eilenburger Stadtbild sind bisher elf solcher Camera Historica platziert. Diese Sehrohre in die Eilenburger Vergangenheit wurden bereits 2004 aufgestellt, unter anderem neben der Muldebrücke, am Nordring/Ecke Goethestraße, am Marktplatz oder an der Rinckart-Straße. Sie alle wollen das alte Eilenburg mehr ins Blickfeld rücken. Die Stelen gehören zum historischen Stadtrundgang.

Auf dem Burgberg sind nun ebenfalls noch eine Metallplatte mit Richtungsweiser am Aussichtspunkt über die Stadt, das Outdoor-Spielzeug Erbsenschütte am Kräutergarten und eine Übersichtstafel am Burgtor geplant. Der Lauschberg, der ebenfalls Besonders anspricht, und das Übersichtsrelief im Geviert der Bergfriedmauern stehen schon.

Von Heike Liesaus