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Eilenburg Eilenburg erhält eine Million Euro Fördermittel
Region Eilenburg Eilenburg erhält eine Million Euro Fördermittel
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13:30 13.06.2019
Innenstaatssekretär Günther Schneider (Vierter von links) überreicht Eilenburgs Oberbürgermeister Ralf Scheler im Beisein von Vertretern der Evangelischen Kirchengemeinde und der Stadt Fördermittelbescheide aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau und dem Sonderprogramm Denkmalpflege. Quelle: Wolfgang Sens
Eilenburg

Über einen Geldregen freuen sich die Stadt Eilenburg und die Martin-Rinckart-Gemeinde. Innenstaatssekretär Günther Schneider (CDU) hat am Mittwochabend Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) und Vertretern der Evangelischen Kirchengemeinde Fördermittelbescheide aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau und dem Sonderprogramm Denkmalpflege des Freistaates Sachsen in Höhe von insgesamt einer Million Euro übergeben.

Geld für Stadtumbau und Kirche

„Dank dieser Programme kann die Stadt mit wirkungsvollen Maßnahmen städtische Strukturveränderungen, die auch durch den demografischen Wandel hervorgerufen werden, aktiv gestalten. Darüber hinaus kann die Nikolaikirche als bau- und kulturhistorisch wertvolles Denkmal sowie zentralem Treffpunkt für die Bürger im Stadtzentrum erhalten werden“, sagte Schneider und fügte bei der Übergabe der Fördermittelbescheide im Büro des Oberbürgermeisters hinzu: „Ich habe das jetzt bekanntgegeben, die Bescheide sind zugestellt, mir geht es gut.“

Gymnasium und „Just“ profitieren

Demnach sind Finanzhilfen in Höhe von 928 000 Euro unter anderem für Erschließungsmaßnahmen sowie für die Gestaltung der Außenanlagen des Martin-Rinckart-Gymnasiums und für die Gestaltung der Außenanlagen des Jugendfreizeittreffs „Just“ vorgesehen. Am Gymnasium agierten Stadt und Landkreis Hand in Hand. Die Außenanlagen sind bereits erneuert worden. Ebenso gab es umfangreiche Arbeiten am Jugendtreff in Eilenburg-Ost, weitere stehen noch auf dem Plan, sagte der Oberbürgermeister und dankte dem Innenstaatssekretär für den Fördermittelbescheid.

Aber nicht nur diese zwei Projekte profitieren von dem Geld. Auch die Sanierung „von unter städtebaulichen und bauhistorischen Aspekten bedeutenden privaten Gebäuden“ könnten laut Innenministerium „dank dieser finanziellen Unterstützung realisiert werden“. Konkrete Privat-Projekte gibt es allerdings noch nicht für die Stadt.

Stadtumbau: Millionen flossen nach Eilenburg

Eilenburg hat in den vergangenen Jahren bereits enorm von finanziellen Mitteln der öffentlichen Hand profitiert. Allein im Zeitraum von 2003 bis einschließlich 2018 sind rund 6,1 Millionen Euro Bund-Länder-Finanzhilfen aus dem Stadtumbau-Programm an die Stadt gegangen. Die Fördermittel wurden unter anderem für den Rückbau von dauerhaft nicht mehr benötigtem Wohnraum und für die Aufwertung von Bereichen, in denen Wohnungen auf Dauer weiterhin benötigt werden, eingesetzt.

Das plant die Rinckart-Gemeinde

Auch für die Martin-Rinckart-Gemeinde ist die Förderung ein Geschenk. „So eine schöne Sache haben wir lange nicht gehabt. Wir sind sehr dankbar“, sagte Ernst Gottlebe vom Förderverein. Für die Statik des Dachstuhls der Nikolaikirche auf der Ebene der Türmerwohnung sowie für den Austausch geschädigter Holzbauteile und die Verblechung der Brüstung erhält die Rinckart-Gemeinde 80 000 Euro Finanzhilfen. Die Nikolaikirche ist das älteste Bauwerk im Stadtzentrum von Eilenburg und sei laut Gottlebe „stadtbildprägend“ mit dem Gebäude Roter Hirsch und dem Rathaus. Nächstes aufwendiges und vor allem notwendiges Projekt ist der Gewölbeeinbau im Kirchenschiff. Dafür wird bereits Geld vom Förderverein zum Wiederaufbau der Stadtkirche gesammelt. Veranschlagt sind Kosten in Höhe von drei Millionen Euro.

Von Nico Fliegner

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