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Eilenburg Eilenburg spürt „Fußtritt für Demokratie“
Region Eilenburg Eilenburg spürt „Fußtritt für Demokratie“
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19:54 25.04.2019
Die Freien Wähler von Eilenburg präsentieren ihr Wahlprogramm und wollen mit vielen neuen Köpfen in den Stadtrat. Quelle: Ilka Fischer
Eilenburg

Die Freien Wähler in Eilenburg haben am Dienstagabend mit ihrer Veranstaltung im Bürgerhaus „mit neuen Köpfen für Eilenburg“ die heiße Phase des Kampfes um die 22 Sitze im Stadtrat eröffnet. Und das mit den neuen Köpfen ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen.

Eine gute Portion Möglichkeiten

Denn außer Ellen Häußler und Reiner Dietrich haben die anderen 22 Kandidaten bisher „nur“ ehrenamtlich in verschiedensten Vereinen, Ausschüssen, im Naturpark, beim Technischen Hilfswerk, in der Kirche oder auch in der Industrie- und Handelskammer ihre Erfahrungen gesammelt. Holger Millemann, der im Tourismus- und Gewerbeverein die Fäden in der Hand hält, fasste es so zusammen: „Wir bieten den Bürgern eine gute Portion von Möglichkeiten an.“

Konkret in der Sache

Das Wahlprogramm, das ab sofort auf der Homepage www.fw-eilenburg.de und in Kurzform unmittelbar vor der Wahl als Flyer an jeden Haushalt verteilt werden soll, wurde inzwischen verabschiedet. Inhaltlich werben die Freien Wähler, die als „nicht eingefahrene Partei Entscheidungen der Sache willen“ treffen wollen, für die Stärkung der Gemeinschaft oder aktive Zukunftsgestaltung. Konkret wollen die Freien Wähler beispielsweise die Initiative für den S-Bahnhaltepunkt Wölpern/Kospa unterstützen, sprechen nicht nur von Sauberkeit, sondern sind in Sachen Frühjahrsputz in Eilenburg und den Ortsteilen selbst führend.

Mehr Ordnung und Sicherheit wollen sie durch neue Fußgängerüberwege zum Beispiel am Roten Hirsch und an der Kospaer Bushaltestelle erreichen. Wirtschaftsförderung bedeutet für sie das Voranbringen des Bebauungsplanes an der Eilenburger Kiesgrube oder dass sie das Einkaufsmodell „Regio Nachbarn“ konkret für Eilenburg unter die Lupe nehmen wollen. In Sachen Stadtparkteich möchten sie die Talsperrenverwaltung und das Landratsamt mit ins Boot holen, die Vielfalt der Schule als Zuzugsargument erhalten und sich für neuen Wohnformen wie die Senioren-WG einsetzen.

Seehofers Fußtritt der Demokratie

„Bei allen ist uns der respektvolle Umgang miteinander, der auch andere Sichtweisen einbezieht, wichtig“, so Ellen Häußler. Gerade Transparenz und Respekt haben die Freien Wähler aber im Zusammenhang mit einer auch von ihnen maßgeblich unterstützten Bewerbung der Stadt vermisst. Wie bei der Veranstaltung im Bürgerhaus zu erfahren war, lag Eilenburg nämlich mit dem ECW-Standort als neuem bundesweiten Ausbildungsstandort des Technischen Hilfswerkes für jährlich 2000 Bundesfreiwillige gut im Rennen und hat sich vor einer Kommission ansprechend präsentiert. Doch obwohl die Entscheidung nach objektiven Kriterien gefällt werden sollte, wurde Eilenburg durch eine einsame Entscheidung von Bundesminister Horst Seehofer (CSU) ausgebootet. Von „einem Fußtritt für die Demokratie“ sprachen mehrere Freie Wähler bei ihrer Sitzung.

In der Antwort auf eine entsprechende LVZ-Nachfrage beim Bundesministerium des Inneren bestätigte Pressesprecher Sören Schmidt, dass „Minister Seehofer entschieden hat, das geplante Ausbildungszentrum in Brandenburg an der Havel einzurichten“. Warum er die Ergebnisse der Bewertungskommission gar nicht abgewartet hat, darauf ging der Sprecher in seiner umfangreichen Antwort allerdings nicht ein.

Das Wahlprogramm der Freien Wähler: www.fw-eilenburg.de

Von Ilka Fischer

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