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Eilenburg Eilenburger Angler in Sorge: Fische könnten massenweise sterben
Region Eilenburg Eilenburger Angler in Sorge: Fische könnten massenweise sterben
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15:26 30.07.2019
René Wagner ist Vorsitzender des Sportfischervereins Petri Heil Eilenburg, hier am Vereinsgewässer Insel Alsen. Quelle: Nico Fliegner
Eilenburg

Die Hitze und Trockenheit versetzen die Angler in der Region in Alarmbereitschaft. Viele Teiche mit Fischbestand haben Wasser verloren, Sauerstoff fehlt. Über kurz oder lang könnten sie kippen. Wir sprachen darüber mit René Wagner (59), Vorsitzender des 70 Mitglieder zählenden Sportfischervereins Petri Heil Eilenburg, der die Gewässer Stadtparkteich und Insel Alsen betreut.

Herr Wagner, ist es mit Blick auf den Zustand der Angelgewässer gerade fünf vor zwölf?

Die Insel Alsen, unser Vereinsangelgewässer, bereitet mir schon Sorgen. Der Wasserstand ist gut eineinhalb Meter zurückgegangen. Am Ufer ragen die Steine heraus. Außerdem ist ein schmieriger Film auf der Wasseroberfläche zu sehen. Hier fehlen eindeutig frisches Wasser und Sauerstoff. Wenn die Situation so bleibt, werden wir diesmal nicht so glimpflich davonkommen wie im vorigen Jahr, als es auch schon extrem heiß war.

Klar, es fehlt der Regen. Aber die Insel Alsen hat doch einen Zufluss vom Mühlgraben.

Richtig, aber der Mühlgraben ist von der Mulde abhängig. Der Wasserstand der Mulde liegt bei derzeit 75 Zentimetern. Damit das Wasser vom Mühlgraben aber hier reinfließt, brauchen wir 1,70 Meter. Die Insel Alsen wird also derzeit nicht mit Frischwasser versorgt.

Wenn das so bleibt, welche Folgen hätte das?

Die Fische werden sterben und dann müssen wir sie rausholen. Der Angelverband Leipzig würde uns dann ein Fahrzeug mit speziellen Behältern zur Verfügung stellen, weil das Ganze dann Sondermüll ist.

Welche Fischarten kommen derzeit noch gut zurecht und welche weniger?

Die Karpfen und Weißfische halten einiges aus. Zander, Hechte und junge, noch nicht so kräftige Weißfische leiden als erstes. Was wir jetzt bräuchten, wäre eine Woche lang ein richtig schöner Landregen.

Wenn der aber ausbleibt, gäbe es die Möglichkeit, künstlich nachzuhelfen?

Wir haben gute Kontakte zur Feuerwehr und zum Technischen Hilfswerk in Eilenburg. Aber die Strecke vom Mühlgraben bis hierher ist einfach zu weit, rund ein Kilometer. Das einzige Glück, das wir hier an der Insel Alsen haben, sind die Bäume ringsherum. Die schützen das Gewässer vor der Sonne. Und weiter hinten gibt es einen 3,5 Meter tiefen Graben. Dorthin ziehen sich dann die Fische zurück.

Das heißt, Sie können jetzt nichts weiter tun, als die Sache beobachten?

Wenn das so weiter geht, werden wir wie voriges Jahr im Oktober das Angeln absagen müssen. Es sind ja nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch die von anderen Vereinen, die sich hier für das Gemeinschafts- oder Nachtangeln anmelden. Die Fische würden dann gestört. Und das muss ja nicht sein.

Von Nico Fliegner

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