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Eilenburg Eilenburger ärgern sich über Zustand des Dirt-Parks
Region Eilenburg Eilenburger ärgern sich über Zustand des Dirt-Parks
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10:19 21.02.2020
Christian Paul vor dem Tor zum Dirt-Park, einer Crosstrecke für BMX und Mountainbike im ehemaligen Kurt-Bennewitz-Stadion. Quelle: Ilka Fischer
Eilenburg

Der derzeitige Zustand des ehemaligen Kurt-Bennewitz-Stadions in Eilenburg gefällt nicht jedem. Auch in der LVZ meldeten sich jetzt mal wieder Leser, die das kritisierten.

Radfahrer entdeckten das alte Stadion

Blick auf den Dirt-Park im ehemaligen Kurt-Bennewitz-Stadion. Quelle: Ilka Fischer

Ein Rückblick: Das Stadion, das nach dem 2002er-Hochwasser in der Hainichener Aue neu entstand, wurde schnell von Radfahrern entdeckt, die Gelände und Hindernisse suchten. Christian Paul, der in Sichtweite sein Fahrrad-Geschäft betreibt, erinnert sich: „Ich bin früher selbst am Lindenauer Hafen gefahren. Von anderen wusste ich, dass sie in Taucha diesbezüglich unterwegs waren. Einige haben sich damals auch was illegal in der Fischeraue gebaut.“

2005 ging es mit Schaufel und Elan los

Eine legale Möglichkeit in Eilenburg schwebte ihm vor. Der heute 38-Jährige initiierte eine Umfrage, die bestätigte, dass Bedarf da ist. Rund 30 Leute hätten sich damals innerhalb kürzester Zeit zusammengefunden, die der Ansicht waren: Ja, ein eigener Dirt-Park (dirt = schmutzig) wäre was. Mit Unterstützung der Stadt und mit Schubkarre und Schaufel ging es 2005/ 2006 los. Die Abteilung BMX & Mountainbike beim SV Lok Eilenburg wurde gegründet, um das Ganze auch rechtlich abzusichern. Christian Paul wurde ihr Vorsitzender, der er bis heute ist. Doch nun möchte er das Amt abgeben. „Neben der eigenen Firma kann ich das einfach nicht mehr so wie erforderlich stemmen“, begründet er das.

Anfangseuphorie ist verflogen

Hinzu komme, dass die Anfangseuphorie verflogen ist. „Zu Beginn haben wir mit vereinter Kraft viele Erdlieferungen verarbeitet, einen Holzzaun gezimmert, später das Gelände auf 7000 Quadratmeter vergrößert, einen Maschendrahtzaun gesetzt. Selbst ein moderner Bauwagen als Aufenthaltsbereich wurde angeschafft“, so Christian Paul, bei dessen Erzählen die damalige Begeisterung noch heute mitschwingt. Erst wurden es bei den Arbeitseinsätzen immer weniger, heute ginge aber sogar die Resonanz bei Einladungen zu Bratwurst essen und Co. gen Null, muss er konstatieren.

Es gebe zwar gerade von Jüngeren immer mal wieder Nachfragen. Doch die im Verein zu integrieren sei schwierig, zudem seien sie dann meist spätestens mit der Lehre weg. Die Skaterbahn am Haus VI habe ihr Übriges getan. „Da kann immer gefahren werden, bei uns ist es schon wegen der Aufsicht komplizierter.“ Dabei könne er sich prinzipiell den Dirt-Park auch als Ergänzung zur Skaterbahn gut vorstellen. Der Pump-Track sei für Einsteiger ideal, beim Double, Table und Anlieger würden auch Fortgeschrittene die Grenzen ausloten können. „Doch es braucht jemand, der sich vielleicht auch mit neuen Ideen dafür engagiert“, so Christian Paul.

Zustand ist auch ein Stück weit so gewollt

Kai Weidel, der Vorsitzende des Sportvereins Lok Eilenburg, hat erst vor wenigen Tagen davon erfahren. Eine einfache Lösung gibt es nicht: „Da müssen wir uns auch erst mal sortieren“, sagt er. Dass sich am Zustand der Fläche demnächst etwas entscheidend ändert, schließt er aber nicht deshalb, sondern aus einem anderen Grund aus. Kai Weidel: „Dass Down-Hill-Strecken so aussehen, das ist ein Stück weit auch so gewollt.“

Von Ilka Fischer

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