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Eilenburg Eilenburger fordert Lärmschutz an Gleisen
Region Eilenburg Eilenburger fordert Lärmschutz an Gleisen
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10:24 15.04.2019
Blick auf die Gleisanlagen in Eilenburg. Links und rechts gibt es keinen Lärmschutz. Quelle: Nico Fliegner
Eilenburg

Jürgen Sander schlägt Alarm. Der 67-jährige Eilenburger kämpft für einen Lärmschutz entlang der Bahntrasse vom Stadtteil Berg bis nach Ost und sieht vor allem die Stadtverwaltung in der Verantwortung, entsprechend zu handeln. Denn nach seinen Kenntnissen soll der Zugverkehr auf der Strecke Richtung Torgau in den nächsten Jahren drastisch zunehmen, vor allem der Güterverkehr. Um die 250 Züge sollen laut Sander ab 2025 täglich an Eilenburg vorbeirollen, davon rund 140 im Güterverkehr. Die Bahn bestätigte diese Prognosen. Derzeit sind es täglich etwas über 100 Personenzüge, die Eilenburg tangieren.

Forderung seit sieben Jahren

Schon vor sieben Jahren hatten Sander und weitere Anwohner die Stadtverwaltung darauf hingewiesen. Der damalige Oberbürgermeister Hubertus Wacker versprach auf einer Einwohnerversammlung im Stadtteil Ost, sich mit der Bahn in Verbindung setzen zu wollen. Doch Sander glaubt nicht, dass diesbezüglich etwas passiert ist. „Ich gehe davon aus, dass das in Vergessenheit geraten ist.“ Das wäre seiner Auffassung nach „fatal“ mit Blick auf den Bau eines Lärmschutzes, denn der Eilenburger will von der Deutschen Bahn erfahren haben, dass die Stadtverwaltung im Vorfeld Kontakt zur DB Netz und zum Bund aufnehmen müsse, weil die sich an der Finanzierung eines Lärmschutzes beteiligten. „Wenn das die Stadt nicht macht, kommt kein Lärmschutz. Der sollte aber vorher in die Planung rein. Im Nachgang würde er das Dreifache kosten“, sagt Jürgen Sander.

Stadt: Ohne Lärm kein Lärmschutz

Die Eilenburger Stadtverwaltung hat indes eine andere Auffassung. Ein Lärmschutz könne nur realisiert werden, wenn er gesetzlich vorgeschrieben sei, sagt Heiko Leihe, Leiter des Oberbürgermeisterbereiches. „Solange Lärm nicht da ist, kann es keinen Lärmschutz geben. Ein vorbeugender Lärmschutz ist mir noch nicht bekannt.“ Die Stadtverwaltung wolle aber „aufpassen und wenn ein Verfahren eingeleitet wird, dann im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung“ entsprechend tätig werden.

Das sagt die Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn erklärte dazu, dass die Eilenburger Stadtverwaltung nicht im Vorfeld an das Unternehmen herantreten müsse. Der besagte Streckenabschnitt sei im aktuellen Lärmsanierungsprogramm hinterlegt. Ein Lärmschutz werde auch realisiert. Wie der aber aussieht, dazu gibt es nach Bahnangaben noch keine Planungen. Fest steht indes, dass mittelfristig „keine Erweiterungen der Gleisanlagen im Bereich Eilenburg/ Eilenburg-Ost vorgesehen“ sind, so Bahn-Sprecherin Erika Poschke-Frost.

Bahn macht Güterwagen leiser

Darüber hinaus trifft die Bahn auch an den Zügen Vorkehrungen, um den Lärm zu minieren. Über 50 000 Güterwagen sind inzwischen mit lärmreduzierenden LL-Verbundstoffsohlen umgerüstet worden. Damit sind rund 80 Prozent der DB-Güterwagenflotte in Deutschland mit sogenannten Flüsterbremsen ausgestattet, informierte das Unternehmen. Damit „werden die während der Fahrt wahrnehmbaren Lärmemissionen um zehn Dezibel reduziert, was vom menschlichen Ohr als Halbierung wahrgenommen wird“, so das Unternehmen weiter. Bis 2020 sollen sogar alle rund 63 000 in Deutschland verkehrenden Güterwagen von DB Cargo auf leisen Sohlen laufen – eine Millionen-Investition.

Von Nico Fliegner

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