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Eilenburg Eilenburgerin verrät, wie man auch mit 100 Jahren noch fit ist
Region Eilenburg Eilenburgerin verrät, wie man auch mit 100 Jahren noch fit ist
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13:34 20.08.2019
Elli Schubert (links) aus Eilenburg feiert ihren 100. Geburtstag bei der Volkssolidarität. Zu den Gratulanten gehörte auch Gisela Kastens. Quelle: Nico Fliegner
Eilenburg

Auch mit einem Rollator kann man es eilig haben. Das bewies Elli Schubert am Dienstag, als sie ihren 100. Geburtstag feierte und zu ihrem großen Empfang bei der Volkssolidarität in Eilenburg pünktlich erscheinen wollte. „Hach, ist das alles aufregend heute“, sagte sie bei ihrer Ankunft mit Neffe Wolfram und dessen Frau vor der Seniorenbegegnungsstätte. Dort wurde sie herzlich von den fleißigen Küchen-Feen in Empfang genommen und beglückwünscht.

„Immer munter und fidel“

Elli Schubert gehört quasi zum Inventar. Sie ist Stammgast in der Begegnungsstätte. Und weil sie außer ihrem Neffen familiär niemanden mehr hat, erklärte sich die Volkssolidarität bereit, den 100. Geburtstag für sie auszurichten. „Das ist uns eine Ehre. Eine Hundertjährige haben wir schließlich auch nicht jeden Tag“, freute sich Christel Krauthoff von der Volkssolidarität und gratulierte der agilen Rentnerin zu ihrem Ehrentag. Sie sei „immer munter und fidel“, und das möge sie auch weiterhin bleiben, so Krauthof vor den Gästen.

Einst Wirtin der „Amsel“

Der Raum in der Begegnungsstätte war hübsch hergerichtet mit Kaffee-Gedecken. Es gab Sekt und Häppchen. Auch der Chor der Volkssolidarität brachte ihr ein Ständchen. Viele Bekannte von Elli Schubert, die in jungen Jahren der Liebe wegen von Authausen nach Eilenburg gezogen war, gratulierten ihr. Dabei floss so manche Träne, hat man doch viel miteinander erlebt. Unter den Gästen war auch eine Frauengruppe, die sich zu DDR-Zeiten und bis kurz nach der Wende in der Gartenklause „Amsel“ getroffen und viel zusammen unternommen hatte. In der Sparte war auch Elli Schubert Mitglied – und nicht nur das: Sieben Jahre lang war sie die Wirtin der Vereinsgaststätte und „aktiv im Gartenvorstand“, wie Karola Geißler erzählte. Den Frauen waren es nunmehr eine Ehre, ihrer Weggefährtin zu gratulieren, zumal die auch sportlich aktiv war. Mit dem Kegelsportverein hat Elli Schubert in jungen Jahren sogar Kreisliga gespielt.

Zwei Neffen großgezogen

Auch wenn ihr Leben von vielen schönen Momenten und Begebenheiten geprägt war, machte Elli Schubert schlimme Zeiten wie den Zweiten Weltkrieg mit. In der DDR hat sie ihre beiden Neffen Wolfram und Peter großgezogen. Ihr Leben war außerdem von viel Arbeit geprägt. Sie hatte eine Ausbildung zur Geflügelzüchtermeisterin absolviert, arbeitete aber auch als Köchin und Verkäuferin.

So wird man 100 Jahre alt

Aber wie wird man eigentlich 100? Elli Schuberts Geheimrezept lautet: „Viel Sport machen, viel Fahrrad fahren. Wer rastet der rostet“, sagte sie. Und rosten will sie auch mit 100 nicht, pflegt deshalb viele Kontakte, besucht Seniorenveranstaltungen, spielt gern Karten und nimmt an Ausflügen des Schwerhörigenvereins teil. Ihr großer Wunsch: weiter so gesund bleiben wie bisher.

Von Nico Fliegner

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