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Eilenburg Eilenburgs Wasserwerk-Bau lässt auf sich warten
Region Eilenburg Eilenburgs Wasserwerk-Bau lässt auf sich warten
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06:46 20.06.2018
Der Versorgungsverband Eilenburg-Wurzen hat seinen Sitz in Wedelwitz Quelle: Kathrin Kabelitz
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Eilenburg

Noch ist die Baugenehmigung für das Wasserwerk in Wedelwitz nicht da – doch der Versorgungsverband Eilenburg-Wurzen wartet darauf. „Der Antrag liegt bei der unteren Wasserbehörde des Landratsamtes. Sobald der Bescheid da ist, wird die Entwurfsplanung fertiggestellt, dann erfolgt die Ausschreibung. Ich hoffe, dass ich die Unterlagen schnell in der Hand habe, denn wir müssen dringend etwas tun“, so Geschäftsführerin Ramona Seifert. Hoffnung schöpft sie aus der Tatsache, dass die Behörde stets in die Planungen involviert war und über Details Bescheid weiß.

Vor sieben Jahren fiel der Beschluss

Gedauert hat das Vorhaben lange genug. 2011/2012 gab es erstmals Pläne, das marode Objekt zu ersetzen. Brunnen sind gebohrt, die Rohwasser- und Energieeinspeisung fertig, das Trafo-Gebäude ist neu gebaut. Die Planung für die Aufbereitungstechnologie war bereits angelaufen, die Inbetriebnahme für 2019 geplant. Nicht wegzudiskutieren aber sind drei Merkmale, die das Areal unter besonderen Status stellen: Überschwemmungs-, Flora-Fauna-Habitat-, Landschaftsschutzgebiet. Weil der Neubau komplett auf der Überschwemmungsfläche entstehen sollte, gab es 2016 seitens des Landratsamtes Bauverbot – der Standort musste verworfen, die historische Altsubstanz an anderer Stelle auf dem Areal in einen Neubau einbezogen werden. All das hat dazu geführt, dass die Kosten förmlich explodiert sind. Allein der Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes kostet eine Million, der neue Reinwasserbehälter 1,2 Millionen Euro. Auch für den Rückbau, der bisher nicht so notwendig gewesen wäre, müssen statt 80 000 satte 780 000 Euro veranschlagt werden.

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Kosten auf 8,8 Millonen Euro gestiegen

Macht 8,8 statt 3,5 Millionen. Von der Verbandsversammlung brauchte es grünes Licht für eine Kreditaufnahme für einen Teil der Finanzierung. Das ist im Februar erfolgt.

So richtig losgehen wird es wohl erst 2019. Und auch dann nur Stück für Stück: „Wir dürfen während der Brutzeit nicht bauen.“ Mit drei bis vier Jahren Bauzeit muss wohl gerechnet werden.

Von Kathrin Kabelitz