Endspurt fürs neue Feuerwehrgerätehaus in Liemehna
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Eilenburg Endspurt fürs neue Feuerwehrgerätehaus in Liemehna
Region Eilenburg

Endspurt fürs neue Feuerwehrgerätehaus in Liemehna

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12:56 28.08.2020
Blick auf das neue Feuerwehrgerätehaus in Liemehna. Im Oktober beziehungsweise November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Quelle: Nico Fliegner
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Liemehna

Links ein Feuerwehrhelm, rechts das Wappen des Dorfes Liemehna und dazwischen prangt in großen Lettern der Schriftzug „Feuerwehr Liemehna“. Schmuck sieht das neue Gerätehaus aus, das in den vergangenen Monaten Stück für Stück gewachsen ist, aber auch Anlass für Kritik gab.

Das sind die nächsten Arbeiten

„Die Trockenbauer sind fertig, die Elektriker liegen in den letzten Zügen und nächste Woche kommen die Fliesenleger“, weiß Bürgermeister Ralf Tauchnitz (WV) über den aktuellen Baustand zu berichten. Außerdem werde Anfang September die Innentreppe eingebaut. Dann fehlten nur noch die Malerarbeiten – und das neue Feuerwehrgerätehaus mit den großen Rolltoren kann den Kameraden übergeben werden. Tauchnitz rechnet mit der Inbetriebnahme im Oktober oder November. Einen genauen Fertigstellungstermin gebe es nicht.

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Altbau in schlechtem Zustand

Blick auf das alte Feuerwehrgerätehaus in Liemehna. Das Gebäude soll abgerissen werden. Quelle: Nico Fliegner

Der Bürgermeister freut sich über den Baufortschritt und dass die rund 20 aktiven Kameraden dann beste Bedingungen haben, um ihr Ehrenamt für die Allgemeinheit ausüben zu können. Das war über Jahrzehnte nur unter schwierigen Bedingungen möglich, was man beim Blick auf den deutlich kleineren Altbau daneben erahnen kann. Dort war kaum Platz, es gab kein fließend Wasser, geschweige denn Toiletten.

Erhebliche Kostensteigerung

Der Neubau verfügt nun über sämtliche Ausstattung, über die ein Gerätehaus verfügen muss. Und das kostet freilich, was wiederum in den Reihen des Gemeinderates zuletzt auch kritisch gesehen wurde. Denn die ursprünglich 800 000 Euro kalkulierten Kosten sind nunmehr auf 900 000 Euro geklettert. Vor allem die Kosten für die Gestaltung der Außenanlagen haben sich statt der geplanten 52 000 Euro verdoppelt. Ein weiterer Kostentreiber sei der Ölabscheider, der unter die Abstellflächen kommt und 16 000 Euro verschlingt. Dieser sei eine Muss, war vorher jedoch nicht berücksichtigt worden.

Aber wie auch immer: Der Neubau, für den die Kommune eine Förderung in Höhe von 360 000 Euro erhält, liegt auf der Zielgeraden. Und die Liemehnaer Kameraden sind froh, das neue Domizil noch in diesem Jahr nutzen zu können. Der Altbau wird dann abgerissen. Nico Fliegner

Von Nico Fliegner