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Eilenburg Für 3,5 Millionen Euro: Neuer Parkplatz und neue Zufahrt am Haynaer Strand
Region Eilenburg Für 3,5 Millionen Euro: Neuer Parkplatz und neue Zufahrt am Haynaer Strand
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21:43 14.05.2019
Der neue Parkplatz und die Zufahrtsstraße wurden am Dienstag bei einem offiziellen Festakt freigegeben. Quelle: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

Es ist wieder ein Stück geschafft: Seit gestern sind Parkplatz und Zufahrtsstraße zum Haynaer Strand freigegeben. Ende Mai sollen auch die Freianlagen und die Treppe offiziell fertig sein. „Mit diesen Maßnahmen wird der Haynaer Strand zu einem absoluten Highlight in der Region“, sagte der Schkeuditzer Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU) zur feierlichen Eröffnung. „Karibische Strände mit Streuobstwiese statt Palmen und das Kulturangebot des Haynaer Strandvereins werden viele Kulturinteressenten an den Strand locken.“ Nun seien auch die Zeiten des wilden Parkens vorbei, so das Stadtoberhaupt. „Erholungssuchende haben bisher mit ihren Fahrzeugen einen ganzen Agrarbetrieb und die Ortschaft Hayna lahm gelegt.“

Die große Eröffnung in vielen Fotos

28 Fahrradstellplätze

Am Ende der neuen, 120 Meter langen asphaltierten Zufahrtsstraße befindet sich nun der Parkplatz mit 386 gepflasterten Stellplätzen für PKW und drei Busstellflächen. Zudem gibt es nun eine barrierefreie Bushaltestelle für den Nahverkehr. Außerdem stehen 28 Fahrradstellplätze, davon acht überdacht, zur Verfügung. Sie wurden durch den Grünen Ring Leipzig mit Bundesmitteln im Rahmen des Wettbewerbs „Klimaschutz durch Radverkehr“ realisiert. Die Kosten dafür betrugen etwa 15 500 Euro. Die Parkplatzgebühren werden genauso hoch sein wie an den anderen beiden Stränden: drei Euro für drei Stunden, fünf Euro für 24 Stunden.

3,5 Millionen Euro investiert

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme am Haynaer Strand liegen bei 3,5 Millionen Euro, wovon 90 Prozent der Freistaat über Fördermittel getragen hat, zehn Prozent stammen aus dem Haushalt der Stadt Schkeuditz. „Da ist jeder Euro gut investiert“, so Oberbürgermeister Bergner.

Luftbild vom Schladitzer See. Quelle: André Kempner

Tagebau Breitenfeld wurde zum Schladitzer See

Der Schladitzer See ist aus dem Tagebau Breitenfeld hervorgegangen. Der Kohleabbau begann in diesem Gebiet im Jahr 1986. „Es war eine damals sicher notwendige Maßnahme, um Energie herzustellen, sie hat andererseits aber vielen Menschen die Heimat und wertvolles Ackerland unwiderruflich genommen“, erinnerte Bergner. Neben dem Ort Lössen habe das auch die zwischen Schladitz und Lössen gelegene 800 Jahre alte Kirche in der Wüstung Buschenau getroffen, die so genannte Buschkirche. „Nach Beendigung des Kohleabbaus blieb eine wirklich tiefe Wunde“, so Bergner.

Die Wunde ist geflutet

Genau genommen ist es eine 22 Meter tiefe Wunde, die nun mit Wasser gefüllt ist. Vor 21 Jahren begann die Flutung, seit 16 Jahren kann im Schladitzer See gebadet werden. „An der Schladitzer Bucht entwickelte All-on-Sea recht schnell ein sportlich orientiertes Freizeitangebot“, erklärte Bergner. Auf der Schkeuditzer Seite sei man geruhsamer vorgegangen.

Grundlegende See-Entwicklung ist abgeschlossen

Die ersten Planungen zur Erschließung des Strandes stammen übrigens aus dem Jahr 2009. „Durch verschiedene Probleme hat es etwas länger gedauert“, so Mike Reichel, Projektmanager der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), die die Maßnahme als Projektträger verantwortete. „Mit der Gestaltung des Haynaer Strandes ist die grundlegende Entwicklung des Sees nun abgeschlossen.“

Von Linda Polenz

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