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Eilenburg Gemeinderat Doberschütz hat sich konstituiert
Region Eilenburg Gemeinderat Doberschütz hat sich konstituiert
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11:39 05.09.2019
Bürgermeister Roland Märtz (rechts) mit dem neuen Gemeinderat. Auf dem Foto fehlen Achim Röder und Klaus Persdorf. Quelle: Ilka Fischer
Doberschütz

Der 15-köpfige Doberschützer Gemeinderat, zu dem drei Neue gehören, hat bei seiner ersten Sitzung Hartmut Müller von der BI Doberschütz und Mandy Zapf (Freie Stimme) als ersten und zweiten Stellvertreter des Bürgermeisters Roland Märtz (CDU) gewählt. Im Gemeinderat selbst sind die Kandidaten von insgesamt sieben Listen vertreten. Neben der CDU mit fünf Räten handelt es sich um die BI der Ortschaft Doberschütz (2), die Freie Stimme (2), die Unabhängige Wählervereinigung der Ortschaft Mörtitz (2), den Sprottaer Heimatverein (2), Öffentliche Ordnung und Sicherheit (1) und die AfD (1).

Ausschüsse besetzt

Im Verwaltungsausschuss, der künftig laut der später neu beschlossenen Hauptsatzung nun beispielsweise auch über die Annahme von Spenden von mehr als 50 Euro entscheidet, sitzen neben Bürgermeister Roland Märtz, Klaus Persdorf, Karl-Heinz Pohlenz, Edmar Thalheim, Benno Wagner, Mandy Zapf, Andreas Mählmann und David Küster. Während diese Vorschlagsliste glatt durchging, galt für den Bauausschuss sieben aus acht. Bei der Abstimmung erhielt Benno Wagner dann lediglich zwei Stimmen, so dass er raus fiel. Gewählt wurden damit: Harry Damisch, Karsten Ittner, Detlef Kern, Hartmut Müller, Karsten Arnold, Achim Röder und Matthias Spott.

Abschied mit Zitat und Frage

Bereits zu Beginn der Sitzung hatte sich das Urgestein des Doberschützer Gemeinderates Peter Thiemecke verabschiedet. Der 80-Jährige aus Sprotta-Siedlung hatte jahrzehntelang die SPD vertreten. Er verabschiedete sich mit einem Dank für die konstruktive Zusammenarbeit mit den Räten und der Verwaltung, hatte aber auch zum letzten Mal ein Zitat dabei. Es stammt von der polnischen Physikerin Marie Curie und lautet: „Man sieht nicht, was schon geschaffen wurde. Man sieht nur, was noch zu schaffen ist.“

Bereits zuvor hatte er sich mit einer ganz persönlichen Frage an Benno Wagner gewandt. „Sie waren zunächst für die Linke im Gemeinderat und sind es nun für die AfD: Welcher Partei stehen Sie persönlich nahe?“

Wagner: „Linke und AfD sind nicht konträr“

Der 65-Jährige, der damit jetzt übrigens der älteste Gemeinderat in Doberschütz ist, antwortete: „Ich bin und bleibe eine linke Bazille. Das Problem ist, dass die Linken mich geext haben und ich nicht mehr für sie antreten durfte. Dass die AfD rechts verschrien ist, weise ich zurück. Sie hat mir angeboten, als parteiloser Kandidat für sie anzutreten. Für mich ist das nicht konträr, es sind die Medien, die die Unterschiede zwischen den beiden Parteien so groß machen.“

Von Ilka Fischer

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