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Eilenburg Grüne Mulde zwischen Eilenburg und Düben: Das steckt dahinter
Region Eilenburg Grüne Mulde zwischen Eilenburg und Düben: Das steckt dahinter
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16:42 01.08.2019
Blick auf die Mulde bei Bad Düben. Das Wasser schimmert grün, was auf einen Algenbefall zurückzuführen ist. Quelle: Nico Fliegner
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Eilenburg/Bad Düben

Die Grünfärbung der Mulde zwischen Eilenburg und Bad Düben ist auf einen Algenbefall zurückzuführen. Das hat ein Test des Wassers ergeben, wie das Landratsamt in Torgau am Donnerstag informierte. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes hatten am Mittwoch entsprechende Proben bei Bad Düben und Gruna genommen.

Grün- und Blaualgen entdeckt

„Für die starke Grünfärbung sind neben Grünalgen hauptsächlich Blaualgen verantwortlich“, teilte Landkreis-Sprecher Peter Stracke mit. „Häufig nachgewiesen“ lautet deshalb das Ergebnis des Befundes der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen. Grund für das vermehrte Auftreten sei die anhaltende Schönwetterperiode in Verbindung mit den gestiegenen Wassertemperaturen und einem niedrigen Pegel, so die Behörde weiter.

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Mulde an vielen Stellen betroffen

Dabei schimmert die Mulde derzeit nicht nur im Abschnitt EilenburgBad Düben grün. Verfärbungen, die auf Algen zurückzuführen sind, gibt es diese Tage auch bei Grimma. Im Muldestausee in Pouch sind ebenfalls Blaualgen nachgewiesen worden. Die können giftig sein. Sie bilden Toxine, welche nach langem Hautkontakt oder verschlucken des Wassers Allergien beziehungsweise Erkrankungen der inneren Organe hervorrufen können. Deshalb sollten Kleinkinder und Allergiker solche Gewässer meiden, rät das Landratsamt. Der Muldeabschnitt zwischen Eilenburg und Bad Düben ist ein Landschaftsschutzgebiet, in dem das Baden ohnehin verboten ist. Lediglich in der Zeit zwischen dem 15. Juli und 31. Oktober darf die Mulde per Boot befahren werden. Zudem besteht ein Betretungsverbot der Kiesheger.

Mulde ist kein Badegewässer

Da die Mulde laut sächsischer Badegewässerverordnung keine öffentliche Badestelle ist, wird diese vom Gesundheitsamt auch nicht regelmäßig beprobt wie beispielsweise die Kiesgrube in Eilenburg oder der Schladitzer See. Außerdem sei das derzeitige Ergebnis wegen der hohen Fließgeschwindigkeit der Mulde „eine Momentaufnahme“.

Von nf