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Eilenburg Halbzeit in Eilenburg: 15.500 Bücher mit digitalen Chips versehen
Region Eilenburg Halbzeit in Eilenburg: 15.500 Bücher mit digitalen Chips versehen
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10:24 13.08.2019
Bibliothekarin Silke Altmann (55) von der Stadtbibliothek in Eilenburg scannt ein mit Transponder-Etiketten versehenes Buch. Quelle: Nico Fliegner
Eilenburg

Bergfest in der Eilenburger Stadtbibliothek: So könnte man zumindest das nennen, womit Bibliothekarin Silke Altmann und ihr Team in den vergangenen Wochen beschäftigt waren und in den nächsten Wochen noch beschäftigt sind. Denn sie müssen bis zum Umzug der Bibliothek alle 31 000 Medien mit sogenannten Transpondern versehen.

31.000 Medien werden erfasst

RFID-Transponder-Etiketten werden für Bücher, CDs und Spiele zur Mediensicherung und Verbuchung verwendet. Alle für die Ausleihe und Rückgabe der Medien wichtigen Daten werden auf diesen Chips gespeichert. Sie sehen aus wie ein durchsichtiger Aufkleber und kommen von der Rolle. Nach dem Einkleben in ein Buch oder auf eine CD werden die Etiketten eingescannt – und letztlich ist das jeweilige Medium im Computer erfasst. „Wir haben etwa die Hälfte geschafft, also rund 15 500 Bücher. Das sind die Bereiche Belletristik und Kinderbuchliteratur“, erzählt Silke Altmann. Weitere 15 000 sind immer noch übrig, darunter Sach- und Hörbücher und Musik-CDs.“

Blick auf ein Transponder-Etikett in der Bibliothek in Eilenburg. Auf dem Chip sind alle für die Ausleihe und Rückgabe wichtigen Daten gespeichert. 30.000 Medien werden mit solchen Chips versehen. Quelle: Nico Fliegner

Während für den ersten großen Schwung die Bibliothek drei Wochen geschlossen hatte, gilt es nunmehr, die Etiketten neben dem laufenden Betrieb einzukleben und die Medien zu erfassen. Nebenbei werden auch noch Bücher aussortiert, weil die Mitarbeiter sowieso jedes Exemplar einmal in die Hand nehmen müssen.

Neuerungen bei Ausleihe

Mit dem Umzug der Bibliothek in den Roten Hirsch wird sich dann auch die Ausleihe etwas verändern – dank der neuen Technik. Jeder Besucher kann dann Bücher leihen, indem er sie am Terminal einscannt und erhält dann jeweils beim Ausleihen und Zurückbringen eine Quittung. Dies müsse man sich so ähnlich wie das Scannen von Produkten an einer Supermarktkasse vorstellen, erklärt Silke Altmann. Jeder Besucher kann das eigenständig machen. Mit dem Terminal sind die Funktionen Ausleihe, Rückgabe und Verlängerung möglich. Besucherströme werden so gelenkt und das Thekenpersonal wird entlastet. Die Bücherausleihe wird aber künftig nicht nur automatisch erfolgen.

Der Umzug in den Hirsch ist für den November geplant. Bis dahin heißt es neben den Anbringen der Chips auch noch fleißig Kisten packen. Tausende Bücher und andere Medien sind schließlich eine echte Größe.

Von Nico Fliegner

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