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Eilenburg In Eilenburg rollen Snacks für Hunde übers Band
Region Eilenburg In Eilenburg rollen Snacks für Hunde übers Band
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14:48 28.08.2019
Nora Gramann (links) und Beatrix Müller, hier mit Gruppenleiter Jens Sperling, arbeiten seit April an der Strecke für die Verpackung von Hundefutter. Wenn es gut läuft, werden bis zu 800 Kisten am Tag verpackt. Quelle: Wolfgang Sens
Eilenburg

In den Awo-Werkstätten auf dem Schanzberg in Eilenburg herrschte am Mittwoch rege Betriebsamkeit. Hunderte Besucher nutzten den Tag der offenen Tür, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Bei Führungen hatten die Gäste die Möglichkeit, den Menschen mit Behinderung bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen.

Montage- und Verpackungsarbeiten

Interessant war dabei der Bereich Verpackung. Dort sortierten die Mitarbeiter gerade verschiedene Snackartikel für Hunde in Kartons, die an eine große Supermarkt-Kette gehen. Dieser Bereich ist bei den Awo-Werkstätten neu, erzählte Arbeitsvorbereiter Lars Feierabend. Der 42-Jährige gehört zum Personal, das die rund 120 Frauen und Männer mit Handicap betreut. Sie sind in der Produktion tätig, übernehmen Montage- und Verpackungsarbeiten, unter anderem auch für einen regionalen Hersteller von Toren, Türen und Zargen.

Teilhabe am Arbeitsleben

Die Frauen und Männer kennen sich gut aus. Jeder Handgriff sitzt. Und man merkt, dass ihnen das Zusammensein und die Arbeit im Team Freude bereiten. Dabei sind die Tätigkeiten im Produktionsbereich nur eine Schiene in den Awo-Werkstätten. Im Berufsbildungsbereich geht es um Eingliederungsmöglichkeiten in das Arbeitsleben und Persönlichkeitsentwicklung. Das alles zielt darauf ab, den Menschen mit Handicap eine „Teilhabe im Arbeitsleben zu ermöglichen“, erläuterte Lars Feierabend.

Impressionen vom Tag der offenen Tür

Beim Tag der offenen Tür in den Awo-Werkstätten in Eilenburg gab es einen Blick hinter die Kulissen.

Yvonne Friedrich sitzt im Rollstuhl und besuchte am Mittwoch mit ihren Eltern Ingrid und Gerhard den Tag der offenen Tür. 28 Jahre lang war auch Yvonne jeden Tag in der Werkstatt und hatte dort eine Aufgabe. Erst am Standort Jahnplatz, später auf dem Schanzberg, bis es ihr Gesundheitszustand nicht mehr zuließ. Inzwischen lebt sie in den Wohnstätten der Lebenshilfe in Eilenburg. Ihre Eltern finden das Awo-Angebot gut. „Das war für uns damals eine große Hilfe“, zeigte sich Ingrid Richter dankbar. Nunmehr wollten sie den Mitarbeitern und Kollegen einen Besuch abstatten und schauen, wer noch da ist, was sich verändert hat und was es Neues gibt. Die Familie traf auf viele alte Bekannte.

Kooperation mit Betrieben

Marcel Köppe, der mit einem Handicap lebt, gehört zu den „Allroundern“ in den Awo-Werkstätten. Der junge Mann arbeitet seit gut einem Jahr aber nicht mehr in der Werkstatt, sondern mit einem weiteren Kollegen beim Unternehmen PCW in Eilenburg. Dort übernimmt er Hausmeistertätigkeiten, kümmert sich um die Gestaltung der Grünflächen und sorgt für Ordnung und Sauberkeit auf dem Firmengelände Am Alten Celluloidwerk. Zwischen PCW und der Awo gibt es eine entsprechende Kooperation, Gruppenleiter Andreas Ritter (49) betreut ihn. „Marcel wird dort von den Kollegen anerkannt“, sagte Andreas Ritter. Die zwei Stellen waren vor einem Jahr in der Werkstatt ausgeschrieben, interessierte Mitarbeiter konnten sich bewerben und es gab ein Auswahlverfahren. „Mir gefällt die Arbeit gut“, erzählte Marcel, vor allem das Essen schmecke ihm, berichtete er.

Die Awo-Werkstätten wollen weitere solcher Außenarbeitsplätze anbieten. Firmen, die Interesse haben, könnten sich melden, so Lars Feierabend.

Von Nico Fliegner

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