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Eilenburg In Mockrehna fliegen die Beile
Region Eilenburg In Mockrehna fliegen die Beile
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21:22 23.06.2019
Wer trifft am besten mit dem Beil? Darum ging es beim Beilzielwerfen zum Pumphutfest in Mockrehna. Quelle: Foto: Anke Herold
Mockrehna

Ohne das Herrenquartett in Holzpantoffeln, Zunftkleidung und einem breiten Hut, die man schon von weitem hörte und auf die alle warteten, geht nichts auf dem Mockrehnaer Pumphutfest. Die Schalkreichen, so werden die vier Männer genannt, führen den Zug zum Beilwurfwettbewerb an. Mit dem Erkennungsruf „Schmeiß das Beil! Schmeiß das Beil! Hoch, hoch, hoch!“ ging es dann los zur zirka 5 Meter hohen Zielwand. Gemeinsam mit der Vereinsvorsitzenden Gabriele Otto vom Heimatverein Mockrehnaführten sie den Tross an, gefolgt von den teilnehmenden Vereinen, die ebenfalls zum Zielwurf antraten und dem Pokalsieger vom vorigen Jahr.

In Mockrehna wurde wieder Pumphutfest gefeiert. Wichtigster Programmpunkt – das Werfen des Beils.

Jeder hat zehn Würfe mit dem Beil

Die Spielregeln sind klar und einfach. 10 Würfe plus zwei Probewürfe, jede Mannschaft stellt insgesamt vier Teilnehmer. Nun gilt es das Loch hochoben rechts in der Zielwand zu treffen oder das kleinere Loch links etwas weiter unten gelegen. „Seit der 1000 Jahrfeier im Jahr 2015 gibt es unseren witzigen Wettbewerb wieder“, erklärt die Vereinsvorsitzende am Rand des Wettbewerbs und freut sich über die rege Teilnahme der Vereine und die Schaulistigen die mit guten Ratschlägen, lustigen Kommentaren und schrägen Hinweisen das Intermezzo begleiteten.

Dietmar Rahn ist einer der  Schalkreichen 4: „Es ist schwer einzuschätzen, wie man das Loch treffen könnte. Man kann sich ganz schön täuschen. Eine richtige Taktik oder wie rum man das Beil wirft, ist ebenfalls nicht genau vorherzusagen“, erklärt der Bärtige in Handwerkskluft. „Bier beruhigt, Bier sorgt für gute Stimmung und Bier fetzt“ fügt ein Anderer des Quartetts hinzu, natürlich mit dem Schalk im Nacken. Den begehrten Wanderpokal nahm am Samstag der Tischtennisverein Mockrehna entgegen. Mit insgesamt 14 Treffern sind sie nun der Hüter des irdenen Pumphutmännchens bis zum nächsten Jahr.

Mit dem Beilzielwurf startet das Festwochenende

Mit dem Wettbewerb wurde das Festwochenende eröffnet und vieles mehr gab es für die Besucher zu erleben. Tombola, Torwandschießen, Tanz, Spiel und Disco am Abend lud zum Feiern in den Ort, mit dem Beil im Kirchturm, ein. Als Überraschungsgast begrüßten die Mockrehnaer das Eilenburger Männerballett, das Auszüge aus dem aktuellen Repertoire zu später Stunde zeigte. Auch der Sonntag wartete mit einem tollen Programm für Jung bis Alt auf. Die Fiddle Folk Family spielte am Vormittag auf und die Radakrobaten zeigten am Nachmittag ihre Kunststücke. Gabriele Otto freute sich über die sehr gute Besucherresonanz: „Bis spät in die Nacht wurde gefeiert. Es ist sehr schön, dass alle Altersgruppen von Kindergarten bis zu den Senioren das Programm mitgestalten“, resümiert sie.

Von Anke Herold

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