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Eilenburg In Nordsachsen leben 1504 Asylsuchende
Region Eilenburg In Nordsachsen leben 1504 Asylsuchende
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00:32 31.03.2018
Ein Flüchtling hält bei einem deutschen Sprachkurs einen Zettel mit einer Frage in deutsche Sprache in den Händen. Das Erlernen der Sprache ist wichtig (Symbolfoto). Quelle: dpa
Nordsachsen

Im Landkreis Nordsachsen leben derzeit 1504 asylsuchende Menschen. Die meisten in den Städten Torgau (258), Delitzsch (281), Eilenburg (183), Oschatz (149), Schkeuditz (140), Bad Düben (65) und Taucha (64). Der Kreistag hatte ein sogenanntes Integrations- und Unterbringungskonzept verabschiedet. Das regelt die Verteilung der Geflüchteten nach einem gleichmäßigen Schlüssel anhand der Einwohnerquote in den Städten und Gemeinden. „So sind die Aufgaben in der Betreuung und Integration besser strukturiert lösbar. Jede Kommune des Landkreises hat quotal ihren Beitrag zu leisten, um eben möglichst die Überforderung einzelner Kommunen zu vermeiden. Dies ist bislang gelungen“, sagt Landkreisdezernentin Angelika Stoye.

Mittelzentren überdimensional belaste

Aktuelle Probleme gebe es derzeit nicht. Der Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) lobte die Zusammenarbeit mit der Landkreisbehörde, insbesondere mit Dezernentin Stoye. Er will sich dafür einsetzen, dass die Flüchtlinge in Nordsachsen nach dem prozentualen Bevölkerungsanteil in der Fläche verteilt werden. „Wir haben die Tendenz, dass die Mittelzentren überdimensional belastet werden. Momentan brennt nichts an. Das kann sich schnell ändern. Ich sehe vor allem die Gemeinden in der Pflicht, die bisher noch gar keine oder zu wenige Flüchtlinge aufgenommen haben“, sagte Wilde. In den Mittelzentren habe das beispielsweise negative Auswirkungen auf die soziale und die Bildungs-Infrastruktur.

Wohnsitzauflage

Per 1. April gelte die Wohnsitzauflage für Asylberechtigte. Dies bedeutet, dass alle Asylberechtigten, die ihren Anerkennungsbescheid durch das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erhalten, zu verpflichten sind für längstens drei Jahre ihren Wohnsitz in dem Landkreis beizubehalten, in welchem sie derzeit ihren Wohnsitz haben. Die Landkreise haben dabei sogar die Möglichkeit, eine ganz konkrete Gemeinde im Territorium den Asylberechtigten zuzuweisen.

„Die Ausländerbehörde wird ab 1. April für jeden anerkannten Asylsuchenden die schriftliche Anhörung zur Wohnsitzauflage vornehmen und gemessen an den Besonderheiten des Einzelfalls abwägen und verfügen, wie lange die Asylberechtigten verpflichtet sind, ihren Wohnsitz im Landkreis beizubehalten“, so Stoye.

Von Frank Pfütze

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