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Eilenburg Kospaer kämpfen weiter für Haltepunkt der S-Bahn
Region Eilenburg Kospaer kämpfen weiter für Haltepunkt der S-Bahn
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05:45 27.05.2019
Am Bahnübergang in Wölpern hält seit vielen Jahren schon kein Zug mehr. Einwohner fordern jetzt für die S-Bahn einen Bedarfshaltepunkt. Quelle: Nico Fliegner
Eilenburg

Der Eilenburger Ortschaftsrat will weiter für den S-Bahn-Bedarfshalt in Wölpern kämpfen. Das machte unter anderem Sebastian Dietrich in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates deutlich. Zuvor hatte Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) über die bereits in der LVZ bekannt gewordene abschlägige Antwort des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig informiert.

Danach stünden Kosten, Fahrzeit und Nachfrage in keinem angemessenen Verhältnis. Zudem müsste der Haltepunkt ausgebaut werden. Um dafür Zuwendungen des Bundes zu erhalten, müssten für einen Neubau werktäglich 1000 Ein- und Aussteiger die Station nutzen, bei eingleisigen Strecken 100 Ein- und Aussteiger. Bei der letzten Reisendenzählung von 2003 waren es aber nur 13. Von einer Steigerung des Bedarfs geht der Zweckverband nicht aus. Gegen die Errichtung eines Bedarfshaltes in Wölpern spräche nach Ansicht des Verbandes, der zudem auf den Anrufbus verwies, die allgemeine Verlängerung der Fahrtzeit.

Ortschaftsrat enttäuscht

Im Ortschaftsrat selbst stießen die Argumente auf Unverständnis. Man wolle daher weiter für den Bedarfshalt, der insbesondere für die Kospaer interessant ist, kämpfen. Auch Einwohner aus Wölpern wollen die Initiative unterstützen. Wolfgang Fritzsche ist der Auffassung, dass bei entsprechenden Voraussetzungen auch ein verändertes Pendlerverhalten entstünde. „Voraussetzung ist eine enge Abstimmung, eine gemeinsame Konzeption der Städte Leipzig, Taucha, Eilenburg, Torgau und der Gemeinden“, teilte er mit. Zudem wäre die Beteiligung kleinerer Ortschaftsräte und betroffener Bürger an so einem Prozess ein „Beispiel zur Stärkung des Demokratieverständnisses“. Fritzsche hält es für schade, wenn bei Vorschlägen und Initiativen aus der Bevölkerung „meist eine oberflächliche Prüfung und einseitige Argumentation“ erfolge.

Pönitz als positives Beispiel

Dass in Pönitz erst ein Bedarfshaltepunkt eingerichtet wurde, später dann ein richtiger Haltepunkt an der S-Bahn-Strecke, sei indes ein positives Beispiel, dass ein Haltepunkt auch von den Bewohnern umliegender Ortschaften genutzt wird, wenn er denn erst einmal da ist.

OBM Scheler, der die Argumentation des Zweckverbandes prinzipiell nachvollziehen kann, verwies letztlich darauf, dass man vielleicht in drei, vier Jahren schon wieder eine andere Situation haben könnte.

Von Ilka Fischer und Nico Fliegner

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