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Eilenburg Stadtrat Eilenburg: AfD liegt knapp vor der CDU
Region Eilenburg Stadtrat Eilenburg: AfD liegt knapp vor der CDU
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13:15 27.05.2019
OBM Ralf Scheler fuhr am Wahlsonntag die Wahllokale in Eilenburg ab, um den Wahlhelfern einen Besuch abzustatten. Am Bürgerhaus traf er auf die Eilenburger Wähler Heidi und Manfred Schlöbe. Quelle: Anke Herold
Eilenburg

Postkartenwetter lockte am Sonntag ins Freie und auch in die Wahllokale. 164 000 Wahlberechtigte waren im Landkreis Nordsachsen zur Europa- und Kommunalwahl aufgerufen. ZeEuropahn Prozent davon haben Briefwahlunterlagen beantragt.

Knappes Rennen bei Europawahl

Die Europawahl wurde als erste ausgezählt. In Nordsachsen hat die AfD mit 26,7 Prozent die meisten Stimmen geholt. Gefolgt von CDU (25,7), Die Linke (10,8), SPD (10,2), Die Grünen (6,8), FDP (4,7) und NPD (1,2). Die Wahlbeteiligung lag bei 58,4 Prozent.

„Gegen 10 Uhr haben wir von einigen Wahlvorständen und aus den Verwaltungen gehört, dass sie mächtig zu tun haben“, sagte Uwe Kupfer aus dem Kreiswahlbüro in Torgau. In Rackwitz war die Schlange in der Schule zeitlich betrachtet gut 20 Minuten lang. Von den 1034 erwarteten Wählern waren gegen 10.30 Uhr gut 150 schon da. In acht ausgewählten Bezirken wird die Beteiligung im Landkreis erfragt, und die lag um 10 Uhr bei 9,00 Prozent und damit im Trend vergangener Jahre.

Erfreulich großes Interesse zeigten die Rackwitzer an der Wahl. Schlange stehen war im Wahllokal in der Schule  angesagt. Quelle: Frank Pfütze

Schlange stehen war am Vormittag auch im Wahllokal im Haus Ehrenberg des Delitzscher Gymnasiums angesagt. 2355 Wahlberechtigte der Delitzscher Innenstadt konnten dort ihre Stimme abgeben, 389 hatten dies bis Sonntag bereits per Briefwahl getan. Fünf statt sonst drei Wahlkabinen standen zur Verfügung. Dennoch bildeten sich lange Schlangen, teils bis vor das Wahllokal. Die Wähler warteten geduldig.

Wählen gehen ist ein Muss

Damaris Eichenberg war mit ihren beiden sieben und vier Jahre alten Söhnen gekommen, um ihre Kreuze zu machen. Wählen zu gehen sei ein Muss und Beteiligung wichtig, was sie auch ihren Kindern vermittelt. Ihren Jungs erklärte die junge Mutter während des Schlangestehens, wie eine Wahl funktioniert und warum sie wichtig ist, sie erklärte die Muster-Wahlzettel und vieles mehr. „Ich habe mir auch zuvor schon Gedanken gemacht und mich informiert, wen und was ich wähle“, erzählte die Delitzscherin. Um 12 Uhr folgte die zweite Prognose aus Torgau zur Beteiligung, die zu diesem Zeitpunkt bei 20,78 Prozent lag.

Mitentscheiden, wer Politik macht

In Eilenburg trafen wir Kiomars Dadras. Der 63-Jährige kam Ende der 1990er-Jahre aus dem Iran nach Deutschland. Seit acht Jahren hat er die deutsche Staatsbürgerschaft. Wählen gehen ist für ihn ein Pflichttermin. „Ich interessiere mich für Politik, ich mag Politik und beschäftige mich damit“, sagte Dadras, der in Leipzig lebt und als Integrationskoordinator in Eilenburg arbeitet. „Wenn man in diesem Land wohnt, muss man auch mitentscheiden, wer Politik macht.“ Am Wahlsonntag plant er einen Familienausflug ins Wahllokal zusammen mit seiner Frau und der neun Jahre alten Tochter. „Die muss auch langsam lernen, was Wählen bedeutet, wie Politik funktioniert und wer für uns entscheidet“so Dadras.

Wählen in Klinik und Krankenhaus

14 Uhr waren glatt 30 Prozent an die Urnen getreten. 2014 lag der Wert um diese Zeit bei 27,6 Prozent. Und wie haben eigentlich die gewählt, die den Wahlsonntag in der Klinik, beispielsweise in Bad Düben, verbringen mussten?

Auszählung im Wahllokal Heide-Grundschule in Bad Düben. Andreas Lippold (l.) und Thilo Lippold kippen die Wahlurne mit den Stimmenzetteln für die Europawahl aus. Quelle: Nico Fliegner

Eine Wahlurne wurde in der Mediclin, Standort Bad Düben, nicht eingesetzt, die Modalitäten bezüglich einer Briefwahl für die Patienten während eines Aufenthalts im Waldkrankenhaus oder im Reha-Zentrum aber im Vorfeld bereits mit der Stadt Bad Düben abgestimmt. Die Patienten, die ins Waldkrankenhaus kommen, stimmen schon zuvor per Briefwahl ab, sagte Sprecher Constantin Sauff. „Die Patienten im Reha-Zentrum verfügen über Einzelzimmer und können somit ungestört abstimmen. Im Waldkrankenhaus mit vornehmlich Zweibettzimmern stellen wir bei Bedarf Räume zur Verfügung, um eine Einhaltung des Wahlgeheimnisses zu gewährleisten“, so Constantin Sauff.

16 Uhr Beteiligung höher als 2014

Bei der Erfassung um 16 Uhr deutete sich eine Steigerung zur letzten Kommunalwahl 2014 (36,3 Prozent) an, lag die Wahlbeteiligung in Nordsachsen bei 38,1 Prozent, hinzu kommen bis 10 Prozent Briefwähler. Der Wahlsonntag blieb laut Kreiswahlleiter Steffen Fleischer friedlich.

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Von pfü/ka/cj/nf/A.H.

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