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Eilenburg Mockrehna setzt auf den Status eines Grundzentrums
Region Eilenburg Mockrehna setzt auf den Status eines Grundzentrums
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06:00 21.12.2017
Die Oberschule ist ein Pfund, mit dem Mockrehna wuchern kann. Quelle: Wolfgang Sens
Mockrehna

Die Gemeinde Mockrehna ist mit Anschluss an die S-Bahn von und nach Leipzig, Oberschule, Bank und Einkaufsmöglichkeiten gut aufgestellt. Die Pumphut-Gemeinde weist zwar Defizite in puncto Einwohnerzahl und großflächigem Einzelhandel auf, aber der Kommune werden kluge kommunale Entscheidungen im Baugeschehen und eine maßvolle Entwicklung bescheinigt. Dennoch: In der Fortschreibung des Regionalentwicklungsplanes für Westsachsen sind Belgern-Schildau und Beilrode als künftige Grundzentren vorgesehen, nicht Mockrehna. Diese derzeitige Option offerierte Andreas Berkner, Leiter der Planungsstelle des Regionalen Planungsverbandes, am Dienstag dem Gemeinderat, als er zum aktuellen Stand des Regionalplanes Westsachsen informierte.

Entwicklungschancen auch ohne Status

Mockrehna werde als starker Selbstversorger eingeschätzt, der auch ohne den Status Grundzentrum große Entwicklungsmöglichkeiten besäße. Dass die Planungsstelle auf Belgern-Schildau und Beilrode setze, liege daran, dass man dem Ostelbischen einen Impuls geben wolle, zudem habe Belgern durch die Fusion mit Schildau an Stärke gewonnen. Mehrfach betonte Berkner aber, dass dies ein Arbeitstand sei und Änderungen möglich sind. Er forderte die Mockrehnaer auf, zum Planentwurf Stellung zu nehmen. In welche Richtung dies gehen könnte, zeigten erste Reaktionen der Räte. Für Mockrehna sei es weiter wichtig, Grundzentrum zu werden, betonte Robert Schübel (CDU). So habe die Gemeinde vielleicht auch Chancen, an Mittel der Städtebauförderung zu kommen, betonte Bürgermeister Peter Klepel (parteilos). Und auch Dietmar Kloß (CDU) sieht nur mit dem Status eine Chance, die gute Entwicklung der vergangenen Jahre fortzuführen.

Unterlagen liegen ab 29. Januar aus

Keinen Diskussionsbedarf gibt es dagegen beim zweiten Schwerpunkt – Windkraft. „Mockrehna ist von der Ausweisung von Flächen nicht betroffen“, so Berkner. Der Entwurf kann im Zeitraum 29. Januar bis 29. März eingesehen werden. Alle Unterlagen sind auch im Internet veröffentlicht. Neu ist ein Beteiligungsportal, das heißt, Stellungnahmen könne online abgegeben werden. Dann wiederum ist es am Verband, alle Hinweise auszuwerten und aufzuarbeiten. Mitte Dezember kommenden Jahres soll dann der Satzungsbeschluss in der Verbandsversammlung gefasst werden.

www.rpv-westsachsen.de

Von Kathrin Kabelitz

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