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Eilenburg Nach Gift-Fund in Eilenburger Papierfabrik: Sortieranlage nimmt Betrieb wieder auf
Region Eilenburg Nach Gift-Fund in Eilenburger Papierfabrik: Sortieranlage nimmt Betrieb wieder auf
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12:26 22.04.2019
Blick auf die Eilenburger Papierfabrik des finnisch-schwedischen Konzerns Stora Enso. Quelle: Alexander Prautzsch
Eilenburg

Zwei Wochen nach dem Gift-Fund in der Papierfabrik Stora Enso in Eilenburg soll die Sortiermaschine für Altpapier in dieser Woche wieder ihren Betrieb aufnehmen. Darüber informierte Geschäftsführer Dirk Schwarze (49).

Aufwendige Reinigung

Das gelbe Pulver, bei dem es sich um ein verbotenes hochgiftiges Insektizid handelte, sei in den vergangenen Wochen von einer Fachfirma entsorgt worden. Da es sich in der gesamten Halle der Altpapiersortieranlage verteilt hatte und als explosiv galt, seien die Reinigungsarbeiten aufwendig gewesen. Dazu musste die Anlage stillgelegt werden. Die Papierproduktion war von dem Zwischenfall nicht betroffen. Hinweise, woher das Gift stammt, gebe es laut Schwarze nicht. Das Unternehmen bezieht Altpapier ausschließlich aus dem Inland, vornehmlich auch aus Sachsen.

Polizei ermittelt

Das Gift, das vermutlich über das Altpapier illegal entsorgt werden sollte, war am 10. April auf einem Förderband in der Altpapiersortieranlage entdeckt worden. Zwei Mitarbeiter erlitten dadurch Reizungen der Atemwege und drei Mitarbeiter eine Augenverletzung. Die Kriminalpolizei leitete umgehend ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des unerlaubten Umganges mit Abfällen in Tateinheit mit einer Körperverletzung ein. Der verursachte Gesamtschaden ist nach Firmenangaben noch nicht klar.

Das stellt Stora Enso her

Die Papierfabrik stellt in Eilenburg aus 100 Prozent recyceltem Altpapier unter anderem Zeitungsdruck-, Katalog- und Telefonbuchpapiere her. Rund 280 000 Tonnen werden pro Jahr produziert. Beschäftigt sind in dem seit 1994 produzierenden Tochterunternehmen des finnisch-schwedischen Konzerns Stora Enso derzeit 250 Mitarbeiter.

Von Nico Fliegner

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