Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Nordsachsens erste Feinstaub-Messstation steht auf der Leipziger Höhe in Eilenburg
Region Eilenburg Nordsachsens erste Feinstaub-Messstation steht auf der Leipziger Höhe in Eilenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:46 04.01.2018
Das Feinstaubmessgerät (links in der Hecke) sieht an sich völlig unspektakulär aus.
Das Feinstaubmessgerät (links in der Hecke) sieht an sich völlig unspektakulär aus. Quelle: Ilka Fischer
Anzeige
Eilenburg

Feinstaubalarm gibt es in Leipzig und anderswo. Doch wie hoch ist die Belastung eigentlich vor der Haustür? Der Eilenburger Carsten Lippert wollte genau das wissen und hat eine Messstation gebaut. Und der selbstständige Webdesigner macht das Wissen gern öffentlich.

Eilenburg erhielt zum Messbeginn Anfang Dezember zunächst immer eine grüne Kachel, womit im wahrsten Sinne des Wortes signalisiert wird: alles im grünen Bereich. „Kurz vor Weihnachten gab es aber erstmals auch Werte, die gelb oder auch orange markiert wurden“, so Carsten Lippert. Rot oder sogar Pink, die den gefährlichen Bereich signalisieren, wurden bisher aber noch nicht angezeigt. Das gilt übrigens auch für die Silvesternacht, wo die Knallerei an sich für viel Feinstaub sorgt. Doch natürlich wären für eine umfassendere Analyse auch die Daten von anderen Stellen Eilenburgs interessant. „Vielleicht findet sich ja noch jemand, der so eine Messstation baut?“, spricht der promovierte Physiker da auch eine Hoffnung aus.

Der Screenshot von leipzig.maps.luftdaten.info am 28. Dezember zeigt an: Im Moment ist in Sachen Feinstaub alles im grünen Bereich. Screenshot: Ilka Fischer Quelle: Ilka Fischer

Für einen technisch versierten Laien sei das kein Problem. Die Anleitung dafür findet sich auf der Homepage von www.luftdaten.info. Mit 30 Euro, so Carsten Lippert, würden sich zudem die Kosten in Grenzen halten. Neben der Messstation in Eilenburg gibt es bei maps.luftdaten.info übrigens auch die Daten einer Messstation in Plaußig sowie für fünf in Leipzig. Angezeigt werden dabei jeweils die Werte der letzten fünf Minuten. Landesbehörden veröffentlichen dagegen immer nur einen 24-Stunden-Mittelwert. Diese Werte sind aber auch bei dem offenen Netzwerk nur wenige Klicks entfernt.

Sämtliche Daten werden in einem weltweiten Netzwerk der Open Knowledge Foundation eingebunden. Als sein deutscher Zweig fungiert seit 2011 die in Berlin gegründete Open Knowledge Foundation Deutschland. Dabei handelt es sich um einen gemeinnützigen Verein, der sich für offenes Wissen, offene Daten, Transparenz und Beteiligung einsetzt.

Die in Eilenburg gemessenen Daten werden unter http://leipzig.maps.luftdaten.info veröffentlicht. Weiter Infos www.okfn.de.

Von Ilka Fischer