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Eilenburg Schnelles Internet für alle Nordsachsen bis Ende 2020
Region Eilenburg Schnelles Internet für alle Nordsachsen bis Ende 2020
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14:10 05.01.2018
Ein Anschluss für ein DSL-Kabel aus dem Telefon-Festnetz. Nordsachsen soll bis Ende 2020 flächendeckend schnelles Internet haben (Symbolfoto). Quelle: dpa
Nordsachsen

Der Landkreis Nordsachsen macht weiter Tempo für flächendeckend schnelles Internet. Nachdem Landrat Kai Emanuel (parteilos) vom Kreistag ermächtigt wurde, „ohne Zeitverzug die Zuschläge für den Breitbandausbau in den unterversorgten Gebieten zu erteilen“, erwartet das Landratsamt bis 9. Februar die Angebote der Telekommunikationsunternehmen, teilte die Behörde mit. An diesem Tag ende die zweite Ausschreibungsphase für alle sechs Ausbaugebiete und deren einzelne Lose. Im Anschluss würden „umgehend die Verhandlungen beginnen, die Verträge geschlossen und die Bagger rollen“.

Eilenburg verfolgt eigenes Projekt

Demnach sollen mehr als 5000 Kilometer Glasfaserkabel bis Ende 2020 in die Erde kommen. Bis auf Eilenburg und Schkeuditz, die eigene Projekte verfolgten, werde der Landkreis „schrittweise alle Kommunen inklusive ihrer Ortsteile ans schnelle Netz bringen“. Dies gelte den Angaben zufolge gleichermaßen für Städte wie Bad Düben mit Schnaditz, Wellaune, Tiefensee und ländlich geprägte Gemeinden wie Wiedemar, Cavertitz oder Arzberg, die zusammen mehr als 50 Ortsteile besitzen.

Die Stadtverwaltung in Eilenburg geht davon aus, dass der Breitbandausbau in der Stadt im ersten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden kann. Derzeit erfolgten für das schnelle Internet Tiefbauarbeiten in Kospa, Zschettgau, Pressen, Wedelwitz, Hainichen und Behlitz. Zwölf Kilometer Glasfaser werden dort verlegt, 13 neue Verteiler gebaut. Für den Vertrag zum Anschluss ans fertige leistungsfähigere Netz müsse dann aber jeder Interessent selbst aktiv werden und ihn bei den Anbietern abschließen, so die Stadtverwaltung.

Bad Düben fährt zweigleisig

Bad Düben verfolgt derzeit ein parallel laufendes Projekt mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser GmbH, das die Stadt und den Stadtteil Hammermühle mit Glasfaser erschließen will. Wenn sich bis zum Stichtag 6. Februar mindestens 40 Prozent der Haushalte für Glasfaser entscheiden, wird das neue Netz gebaut. Derzeit liegt die Beteiligung bei zwölf Prozent. Kommen die 40 Prozent nicht zusammen, profitiere Bad Düben trotzdem und bekäme schnelles Internet über das Landkreis-Programm, so Uta Schladitz, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung.

Wichtiger Bestandteil der technologie- und anbieterneutralen Ausschreibung des Breitbandausbaus sei laut Landratsamt die Öffentlichkeitsarbeit. „Wer den Zuschlag bekommen will, muss eine umfassende und detaillierte Information der Bevölkerung garantieren können“, so Landrat Emanuel.

Von nf/lis

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