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Eilenburg So geht es mit dem Ruheforst bei Zschepplin weiter
Region Eilenburg So geht es mit dem Ruheforst bei Zschepplin weiter
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15:42 26.06.2019
Zwischen Noitzsch und Hohenprießnitz ist ein etwa 14 Hektar großer Ruheforst geplant. Quelle: Nico Fliegner
Noitzsch

Der geplante Ruheforst in Noitzsch bei Zschepplin hat eine weitere Hürde genommen. Der Gemeinderat stimmte am Dienstag mehrheitlich für das Vorhaben und die Friedhofsgebührensatzung. Parallel werde das Projekt derzeit vom Landratsamt geprüft, informierte Michel König, Vorsitzender des Verwaltungsverbandes Eilenburg-West. Mitte Juli soll ein Ergebnis vorliegen.

Ruheforst auf 14 Hektar Fläche

Zwischen Noitzsch und Hohenprießnitz soll auf einer etwa 14 Hektar großen Waldfläche ein Ruheforst entstehen. Betreiben wird ihn Marcel Aé. Dort sollen künftig Urnenbestattungen unter Bäumen möglich sein. Pro Baum seien bis zu zwölf Urnengräber denkbar, so . Den Baum könne man sich zu Lebzeiten aussuchen. Zudem werde es Familienbäume geben. Eine Grabstelle sei ab 600 Euro erhältlich.

Dem 46-Jährigen, der in Noitzsch lebt, gehört der Wald, der den Beinamen Zum Tiergarten hat. Dort befand sich einst ein Wildtiergehege. hatte den Wald schon vor einiger Zeit von der Treuhand gekauft. „Die Idee für einen Ruheforst habe ich schon sehr lange im Kopf“, erzählte er und zeigte sich im Nachgang der Gemeinderatssitzung erleichtert, dass beide Beschlüsse positiv ausfielen.

Bestattung unter Bäumen

Der künftige Ruheforst befindet sich in einem Laubbaumbestand, in dem vornehmlich Eichen und Buchen wachsen. Waldeigentümer hat in den Wintermonaten den Bestand ausgelichtet. Etliche Baumstämme lagern noch am Wegesrand und warten auf den Abtransport. Liegt die Genehmigung vom Landratsamt vor, will der Noitzscher einen Parkplatz einrichten und den Weg instandsetzen. Außerdem müsse noch Totholz entfernt werden. „Mein Ziel ist es, den Ruheforst 2020 in Betrieb zu nehmen“, erklärte Marcel Aé.

Gemeinde Zschepplin wird Träger

Träger des Ruheforstes wird die Gemeinde Zschepplin. Zwischen der Kommune und Marcel Aé, dessen Haupterwerb der Ruheforst werden soll, wird es einen Vertrag geben, der die Gemeinde finanziell beteiligt. Der Kirchenkreis beziehungsweise die Kirchgemeinde, die in die Pläne einbezogen waren, lehnten eine Trägerschaft ab.

Kritische Stimmen

Dass das Vorhaben auch kritisch gesehen wird, zeigten am Dienstag Meinungsäußerungen im Gemeinderat. Demnach sei es schon jetzt schwierig, die Friedhöfe in den zur Gemeinde Zschepplin gehörenden Dörfern zu unterhalten, lautete eine Wortmeldung. Bürgermeisterin Roswitha Berkes (parteilos) erklärte, dass die Gemeinde „gerade in den Anfangsjahren viel für die Friedhöfe und Kirchen getan“ habe. Befürchtungen gibt es außerdem, dass vor allem Auswärtige das Bestattungsangebot unter Bäumen nutzen würden. Letztlich sei es „Sache der Leute“, wo sie beerdigt werden wollen, so Berkes.

Der Ruheforst in der Gemeinde Zschepplin wäre der siebte in Sachsen, in dem Bestattungen unter Bäumen möglich sind. Um die Grabpflege muss sich niemand kümmern, die übernimmt die Natur.

Von Nico Fliegner

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